Transfer perfekt

Zlatko Junuzovic und Werder Bremen sind sich einig

Fußball
27.01.2012 14:25
Der Transfer von Teamspieler Zlatko Junuzovic von der Wiener Austria zu Werder Bremen ist praktisch perfekt. Der deutsche Bundesligist bestätigte die Verpflichtung am Freitag. Der 24-jährige Mittelfeldspieler soll einen Vertrag bis Sommer 2015 erhalten. Lediglich der obligatorische medizinische Check sei noch ausständig. Die Ablösesumme dürfte bei rund 800.000 Euro liegen.

Ursprünglich hätte Junuzovic erst im Sommer an die Weser wechseln sollen. "Wir waren uns mit dem Spieler schon über einen Wechsel zur kommenden Saison einig", erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs auf der Klub-Homepage. "Nun hat sich nach Gesprächen mit Austria die Gelegenheit ergeben, den Transfer zu fairen Konditionen vorzuziehen."

Junuzovic wird laut Werder-Angaben erst im Lauf des Sonntags in Bremen erwartet. Die medizinischen Tests wird der 16-fache Internationale Montag früh absolvieren. Seine offizielle Vorstellung ist danach um 14 Uhr geplant.

Schaaf freut sich auf "guten, schussstarken Vorbereiter"
Bremen-Coach Thomas Schaaf sieht im gebürtigen Serben eine weitere Verstärkung. "Zlatko Junuzovic ist technisch versiert, ein guter Vorbereiter und schussstark. Mit seinem Spiel wird er unsere Möglichkeiten im Mittelfeld erweitern und bereichern", lautet die Prognose des Cheftrainers der Hanseaten, die nun nach Sebastian Prödl (aktuell verletzt) und Marko Arnautovic endgültig zur ÖFB-Filiale in der deutschen Bundesliga mutieren.

Junuzovic war am Freitag aus dem Trainingslager der Violetten in Lara-Antalya in der Türkei nach Bremen gereist, um dort die finalen Verhandlungen mit Werder zu führen. "Wir wollen ihm diese Chance nicht verbauen", erklärte Austria-Sportvorstand Thomas Parits. Deswegen habe er seine Erlaubnis zu den Verhandlungen gegeben.

Spieler-Verkauf "Teil des Geschäfts"
"Bis zum Ende der Transferzeit bleibt noch genug Zeit, um unser Ziel, weiterhin eine schlagkräftige Truppe zu haben, zu erreichen", blieb Austrias Wirtschafts-Vorstand Markus Kraetschmer trotz allem zuversichtlich. Die Suche nach einem Tormann und einem Stürmer werde nun auf einen Junuzovic-Ersatzmann ausgeweitet.

Der Verkauf von wichtigen Spielern sei ein Teil des Geschäfts. "Wir haben immer darauf hingewiesen, dass es ein wesentlicher Bestandteil der neuen Austria-Philosophie ist, junge Spieler zur Austria zu holen, um sie zu entwickeln, aber später auch entsprechende Transfererlöse zu erzielen", sagte Kraetschmer. "Dabei bleibt es weiterhin unser Ziel, zu den Top-Drei-Teams in Österreich zu gehören und regelmäßig in den UEFA-Bewerben vertreten zu sein."

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