Wo einst sein Arm war, ragte plötzlich nur noch ein Stumpf aus der Schulter. Der 24-Jährige empfand Phantomschmerzen für einen Teil seines Körpers, den es gar nicht mehr gab. Dazu kam noch das Trauma durch die Raketen-Attacke. Andrew G. war nicht nur körperlich ein Wrack.
Gedanken steuern Bionik-Arm
Den fehlenden Arm herbeizaubern konnten die Ärzte der Med-Uni Wien im AKH zwar auch nicht, sie schafften trotzdem ein kleines medizinisches Wunder: In einer sechs Stunden dauernden Operation lagerte das Ärzteteam rund um Oskar Aszmann (Bild) sieben Nerven in die umgebende Muskulatur aus. Der wichtigste Eingriff, um das Ziel des Patienten zu erreichen: eine hochmoderne Bionik-Armprothese, die sich anhand feinster Mechanik und Elektronik quasi durch Gedankenkraft steuern lässt.
"Etwa in einem Jahr wird er mit viel Training die Prothese tragen können", erklärt Aszmann im "Krone"-Gespräch. Eigene Sensoren sorgen sogar dafür, dass der Träger Berührungen spürt. Und der britische Patient selbst? Er will die Armee verlassen und am 15. April seiner Freundin den Ehering an den Finger stecken.
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