Zur Ausrüstung des Mini-Satelliten gehören unter anderem Gamma- und UV-Detektoren, ein Radiofrequenz-Scanner und eine Digitalkamera. Damit soll "Tschibis-M" die Entstehung von elektrischen Entladungen in der Atmosphäre im breitesten Energiebereich - von Radio- bis hin zur Gammastrahlung - erforschen.
Raumtransporter stürzt in den Pazifik
Nach dem Aussetzen von "Tschibis-M" wird der Progress-Raumtransporter M-13M (Bild), der Ende Oktober Nachschub zur ISS gebracht hatte, über dem Pazifik kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Jene Bruchstücke der Sonde, die nicht in der Erdatmosphäre verglühen, werden den Angaben zufolge in einem speziellen Bereich des Stillen Ozeans - dem sogenannten "Raumschiff-Friedhof" - ins Meer stürzen.
Russische Experten riefen unterdessen die Raumfahrtbehörde Roskosmos auf, trotz des Scheiterns der jüngsten Marsmond-Mission "Phobos-Grunt" an ihren ehrgeizigen Plänen festzuhalten. "Das Fiasko hat zweifellos andere Projekte zurückgeworfen", sagte Viktor Chartow, Chefkonstrukteur des "Phobos-Grunt"-Herstellers Lawotschkin. Roskosmos solle dennoch an den geplanten Expeditionen zum Mars und besonders zum Mond weiterarbeiten. Die 120 Millionen Euro teure und etwa 13,5 Tonnen schwere Raumsonde "Phobos-Grunt" war wegen technischer Probleme am 15. Jänner unkontrolliert ins Meer gestürzt (Bericht in der Infobox).
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