12.01.2012 09:25 |

Sony, Samsung & Co.

Olympus erwägt Allianz mit Elektronikgrößen

Der angeschlagene japanische Kamerahersteller Olympus sucht offenbar einen finanzkräftigen Partner für eine Kapitalbeteiligung. Olympus denke dabei etwa an Sony oder Panasonic, berichtete die Zeitung "Asahi Shimbun" am Donnerstag. Sie sollen Olympus helfen, sich von den Folgen des Bilanzskandals zu erholen. Auch der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung sowie die beiden japanischen Firmen Terumo und Fujifilm stünden auf einer entsprechenden Olympus-Liste.
Zumindest Samsung soll laut einer dem Unternehmen nahestehenden Person offen für eine Kooperation mit Olympus sein. Allerdings habe Samsung kein Interesse an der Verluste schreibenden Kamerasparte, sondern an anderen Geschäftsbereichen, heißt es in dem Bericht. Olympus ist zwar hauptsächlich für seine Kameras bekannt, verdient den Löwenanteil seines Geldes aber im Gesundheitsbereich.

Der japanische Konzern hatte im November vergangenen Jahres eingeräumt, in den vergangenen Jahren 1,3 Milliarden Euro falsch verbucht zu haben. Dabei wurden Verluste aus Wertpapiergeschäften als Kosten für Beratungen und Firmenzukäufe ausgewiesen. Es handelt sich um einen der größten Bilanzskandale in der Geschichte Japans.

Der Bilanzbetrug war erst im Herbst aufgeflogen, nachdem der entlassene Chef Michael Woodford an die Presse ging. Woodford war den Bilanzunregelmäßigkeiten auf der Spur und wurde von der damaligen Konzernführung um den langjährigen Firmenpatriarchen Tsuyoshi Kikukawa entlassen.

Gegen den inzwischen entlassenen Kikukawa, der als mutmaßlicher Drahtzieher hinter dem Bilanzbetrug gilt, und 18 weitere frühere und aktive Manager war erst am Dienstag Schadenersatzklage von Olympus eingereicht worden. Der Kamerahersteller fordert von Kikukawa 3,61 Milliarden Yen (36,9 Millionen Euro).

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