04.01.2012 10:29 |

Eigene Mutter meint:

Der Feuerteufel von Hollywood "ist psychisch krank"

Der Fall des "Feuerteufels von Hollywood" nimmt immer bizarrere Ausmaße an. Nachdem der 24-jährige Deutsche (links im Bild) am Dienstag von der US-Polizei verhaftet worden war, kam ans Tageslicht, dass die Mutter des jungen Mannes behauptet, er sei psychisch krank. Sie selbst wird übrigens in Deutschland wegen 19-fachen Betrugs gesucht, wie die "Los Angeles Times" berichtete.

Bei den Vergehen der Mutter soll es sich vor allem um Mietbetrug handeln, doch auch von säumigen Zahlungen für eine Brustvergrößerung ist die Rede. Ihre Auslieferung an Deutschland wird von der US-Justiz derzeit geprüft.

Lokale TV-Sender in Los Angeles berichteten, dass der Deutsche möglicherweise wegen der drohenden Auslieferung seiner Mutter aus Rache gehandelt habe. Die Serie von Brandstiftungen hatten Los Angeles und insbesondere Hollywood seit dem Jahreswechsel in Atem gehalten. Insgesamt gab es rund 55 Fälle von Brandstiftungen, die einen Schaden von über zwei Millionen Dollar (1,58 Millionen Euro) anrichteten. Der 24-jährige Harry B. war daraufhin am Montag festgenommen worden und soll am Mittwoch in Van Nuys im Nordosten von Los Angeles erstmals vor Gericht erscheinen.

Entscheidung über Auslieferung der Mutter schonam Freitag?
Für Freitag wurde auch für seine Mutter eine Anhörung anberäumt, bei der über ihre mögliche Auslieferung entschieden werden soll. Bei ihrem letzten Gerichtstermin am Dienstag wusste sie offenbar nicht, dass ihr Sohn festgenommen worden war. "Was haben Sie mit meinem Sohn gemacht?", fragte sie den Angaben zufolge. "Wo ist er? Tot? Vielleicht kennen die deutschen Nazis unsere Adresse."

Das US-Außenministerium erklärte unterdessen, es habe im Fall der Mutter mit den deutschen Behörden zusammengearbeitet. Sprecherin Victoria Nuland sagte, letztlich habe das Ministerium die örtliche Polizei auf den mutmaßlichen Brandstifter B. gebracht, weil es gegen einen mit ihm in Verbindung stehenden weiteren deutschen Staatsbürger einen Haftbefehl aus Deutschland gebe. Dies sei "die Basis" dafür gewesen, dass die Polizei in Los Angeles auf B. aufmerksam wurde und ihn festnehmen konnte.

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