01.01.2012 20:01 |

36. EBEL-Runde

Bittere Pleiten für Bullen und Caps, Leader Linz siegt

Meister Red Bull Salzburg ist mit einer bitteren Niederlage gegen das Schlusslicht HK Jesenice ins neue Jahr gestartet. Die Bullen mussten sich in der 36. Runde der EBEL am Sonntag in Slowenien mit 1:2 geschlagen geben. Auch die Vienna Capitals mussten eine Pleite hinnehmen: Sie verloren daheim gegen Ljubljana 4:5. Leader Linz besiegte dagegen Znojmo 3:2. Die Graz 99ers gewannen gegen den KAC mit 5:3, der VSV verlor daheim gegen Fehervar mit 0:4.

Jesenice - RB Salzburg 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)
Für Salzburg war es schon die dritte Niederlage in den jüngsten vier Partien. Matthias Trattnig sorgte mit seinem Treffer nach etwas mehr als zwei Minuten in Überzahl zwar für einen Gäste-Start nach Maß. Jure Dolinsek mit dem postwendenden Ausgleich (6.) sowie dem Entscheidungstor im zweiten Drittel (27./PP) bescherte Jesenice aber doch noch den ersten Sieg im vierten direkten Saisonduell mit den Salzburgern. Die Slowenen, die nun schon neun Punkte aus den jüngsten sechs Heimspielen geholt haben, liegen aber nach wie vor am Tabellenende, während die Salzburger weiterhin Zweiter sind.

Vienna Capitals - Olimpija Ljubljana 4:5 (0:0, 3:1, 1:4)
Olimpija Ljubljana hat den Vienna Capitals einen schweren Dämpfer verpasst. Im Duell zwischen zwei direkten Konkurrenten um einen fixen Play-off-Platz setzten sich die Slowenen in Wien 5:4 durch. Durch vier Tore im Schlussabschnitt drehten die Gäste das Spiel und hielten so die Capitals in der Tabelle auf Distanz.

Die Capitals dominierten in den ersten beiden Dritteln das Spiel und konnten durch Treffer von Pat Kavanagh (29.), Nathan Robinson (37.) und Francois Fortier (38.) einen 3:1-Vorsprung herausspielen. Im letzten Abschnitt kamen die Gäste aus Slowenien allerdings durch Doppelschläge von Ales Music (43., 51.) und Justin Taylor (46., 52.) zur erstmaligen Führung, die auch bis zum Ende hielt. Durch diese Niederlage fehlen den Wienern nun bereits fünf Punkte auf die direkte Qualifikation für die Play-offs.

Black Wings Linz - Znojmo 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)
Da beim Aufwärmen eine Scheibe der Spielfeldumrandung zu Bruch ging, begann die Partie mit etwa zehnminütiger Verspätung. Der Start verlief für die Linzer nach Wunsch, Mike Ouellette traf im Powerplay zum schön herausgespielten 1:0 (8.). Ebenfalls im Powerplay erhöhte Danny Irmen mit einem Gewaltschuss auf 2:0 (32.). Danach drängten die Hausherren auf den nächsten Treffer, kassierten aber aus dem Nichts in Überzahl ein Gegentor.

Ein Schuss von Jiri Beroun sprang von der Stange via Rücken von Goalie Lorenz Hirn zum 1:2 ins Tor (39.). Hirn hütete statt Alex Westlund das Gehäuse des überlegenen Tabellenführers, Westlund wurde geschont. Damit war die lange Zeit einseitige Partie vor ausverkauftem Haus plötzlich spannend. Und das Match blieb auch bis zum Schluss offen, denn auf das 3:1 der Linzer durch Justin Keller (53.) antworteten die Gäste noch einmal durch Lubomir Vosatko (56./PP).

VSV - Fehervar 0:4 (0:2, 0:1, 0:1)
Für den Villacher SV wird die Luft im Kampf um einen Top-Sechs-Platz immer dünner. Die Kärntner kassierten ein 0:4-Heimdebakel gegen Fehervar. Villach liegt nach der dritten Pleite in Folge mittlerweile nur mehr auf Platz neun und wird wohl den Weg in die Play-offs über die Zwischenrunde suchen müssen. Die auswärtsstarken Ungarn festigten hingegen mit dem locker herausgespielten Sieg Rang fünf in der Tabelle.

Die Villacher zeigten sich völlig verunsichert, kopflos und offensiv einmal mehr harmlos. Wie schon am Freitag beim 0:2 in Graz gelang dem VSV neuerlich kein Treffer. Roland Kaspitz und Co. vergaben eine Vielzahl an Riesenchancen und wurden von den über 3.000 Fans gnadenlos ausgepfiffen. Die Ungarn präsentierten sich hingegen eiskalt.

Graz 99ers - KAC 5:3 (3:2, 1:1, 1:0)
Rekordkulisse in Graz, Top-Stimmung und ein Klassematch - die 99ers und der KAC lieferten sich vom Start weg einen offenen Schlagabtausch. Das 1:0 für die Gäste fiel in der sechsten Minute durch Siklenka, aber nur acht Sekunden später schafften die Grazer den Ausgleich, Iberer traf zum 1:1. Nach Toren von Lefebvre und Van Ballegooie für die 99ers sowie einem Reichel-Treffer für den KAC stand es nach einem ebenso sehenswerten wie torreichen ersten Drittel bereits 3:2.

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