Auch Männer und Frauen, die bislang über eine gute Resilienz verfügten, nahmen 2022 Beratungsleistungen beim Institut für Sozialdienste (ifs) in Anspruch.
Psychische Belastungen, Erschöpfung, Zukunftsängste, finanzielle Sorgen und Gewalterfahrungen spielten im Beratungsalltag des ifs eine große Rolle. „Die Teuerung in unterschiedlichen Bereichen des täglichen Lebens lassen Menschen teils regelrecht verzweifeln“, berichtete Geschäftsführerin Martina Gasser. „Kommen dann auch noch psychosoziale Belastungs- und Ausnahmesituationen wie eine Scheidung, der Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit oder Beeinträchtigung hinzu, sind die jeweiligen individuellen und auch finanziellen Reserven sehr schnell aufgebraucht.“
In der Folge entwickeln sich häufig vielschichtige Probleme. Anstatt klar abgegrenzter Themen wie etwa Erziehungsfragen, Überschuldung oder Beziehungsprobleme wären ihre Mitarbeiter mit eine Kombination dieser Schwierigkeiten befasst.
In all diesen Fällen machen sich die ifs-Mitarbeiter mit den Hilfesuchenden auf den Weg, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. „Dabei gilt es, Klienten durch Kriseninterventionen zu entlasten, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und ihnen so den Zugang zu ihren eigenen Ressourcen zu ermöglichen“, erläutert Gasser. Das Unterstützungsangebot umfasst Beratungen für Erwachsene, Jugendliche, Kinder, Paare und Familien sowie Begleitung für Menschen mit Beeinträchtigung, psychisch Erkrankte und Opfer von Gewalt.
Im Jahr 2022 wurden 33.375 hilfesuchende Menschen vom ifs begleitet. Die Betriebsleistungen betrugen 35,6 Millionen Euro. Finanziert werden die Beratungsleistungen durch das Land Vorarlberg und Gemeinden (gemeinsam im Sozialfonds), Bundesministerien, Sozialversicherungsträger und die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK).








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