Sa, 18. August 2018

"Wie ein Gorilla"

28.12.2011 10:14

Körpersprache-Analyse: Das macht Schild so stark

Spielerisch-graziös wedelt sie derzeit die Slalom-Konkurrenz in Grund und Boden: Marlies Schild. Vor dem Rennen in Lienz bat krone.at Stefan Verra, gebürtiger Lienzer und international renommierter Körpersprache-Experte, die Slalom-Queen unter dem Spotlight der nonverbalen Kommunikation zu "röntgen" und zu analysieren. Sein Fazit: "Siegertypen erkennt man schon vor dem Start an ihrer Körpersprache. Marlies ist ein gutes Beispiel dafür, wie man dabei auch noch unglaublich sympathisch wirken kann."

Auf der Vidiwall im Zielraum funkelt neben ihrem Namen wieder einmal eine dicke "1". Marlies Schild fletscht die Zähne, ballt ihre Finger siegestrunken zu Fäusten und brüllt ihre Freude über einen weiteren Weltcup-Sieg in die Skiwelt hinaus. "In solchen Situationen ist der Unterschied zwischen Mann und Frau ziemlich gering", erklärt Körpersprache-Experte Stefan Verra: "Beide Geschlechter erinnern dabei stark an Gorillas, die durch die geballten Fäuste ihre Stärke und Überlegenheit demonstrieren wollen."

Die detaillierte Körpersprache-Analyse von Marlies Schild findest du - Bild für Bild - in der Infobox!

"Wie im Tierreich"
Körpersprache im Spitzensport sei halt eine recht archaische Angelegenheit: "Wie im Tierreich strahlen die wirklichen Stars Kraft, Selbstbewusstsein und Zielstrebigkeit aus." Ein Paradebeispiel für eine entschlossene Körpersprache sei eben Marlies Schild. "Nur mit optimalem Einsatz des ganzen Körpers kann sie derart tolle Leistungen bringen. Sie macht das perfekt und wirkt dazu auch noch sehr sympathisch", hält Verra fest.

"Das lässt sie harmlos wirken"
Warum Schild bei all ihrer Siegermentalität und Zielfokussiertheit dennoch als "unsere liebe Marlies von nebenan" durchgeht? "Sie neigt den Kopf oft zur Seite und lächelt meist mit geöffnetem Mund - das lässt sie harmlos und nahbar wirken. Auch ihre Frisur wirkt meistens nicht unbedingt wie eine Lady-Gaga-Kreation - so vermittelt sie das Gefühl, dass sie sich nicht ständig in den Mittelpunkt drängen will. Das kommt bei der Bevölkerung und sogar bei ihren Konkurrentinnen an."

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