Mi, 15. August 2018

An Mäusen getestet

20.12.2011 11:57

Studie zeigt: Diät könnte Gehirn am Altern hindern

Wer weniger isst, bleibt geistig länger fit. Italienische Forscher haben herausgefunden, dass eine kalorienarme Ernährung ein Proteinmolekül namens CREB1 anregt, das wiederum für Langlebigkeit und gute Gehirnfunktion zuständige Gene aktiviert. Studien-Autor Giovambattista Pani aus Rom hofft nun auf eine Möglichkeit, das Molekül ohne Diät, sondern mit Medikamenten zu aktivieren.

Für ihre Studie testeten die Wissenschaftler Mäuse unter Diät. Die kleinen Nager erhielten lediglich 70 Prozent ihrer herkömmlichen Menge an Nahrung, wodurch das Molekül angeregt wurde. Zwar hatten Forscher bereits zuvor herausgefunden, dass Mäuse auf Diät bessere kognitive Fähigkeiten haben, weniger aggressiv sind und zudem seltener oder später an Alzheimer erkranken, sie kannten aber nicht die Ursache dafür.

Labormäuse, die ohne das Molekül gezüchtet wurden, wiesen bei den Untersuchungen keine geistigen Verbesserungen auf, wenn sie auf Diät gesetzt wurden, wie aus der am Montag in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften, den PNAS, veröffentlichten Studie hervorgeht.

Die Ergebnisse liefern den Wissenschaftlern zufolge wichtige Erkenntnisse für zukünftige Therapien, um die Alterung des Gehirns aufzuhalten. Laut dem US-Neurologen Marc Gordon können die Forschungsergebnisse auch erklären, warum fettleibige Menschen im Alter häufiger mit Demenz zu kämpfen haben.

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