Di, 14. August 2018

Rate sehr gering

19.12.2011 16:24

US-Studie: Gefahr schwerer Beben hat nicht zugenommen

Das Risiko schwerer Erdstöße ist weltweit betrachtet heute nicht größer als in vergangenen Jahrzehnten. Zu diesem Schluss sind US-Forscher nach einer Untersuchung aller starken Erdbeben seit dem Jahr 1900 gekommen. Ihre Analyse widerspricht damit der zuvor von einigen Experten geäußerten Befürchtung, die Rate schwerer Beben nehme zu.

Peter Shearer und Philip Stark von der University of California in San Diego und Berkeley hatten sich aus den Archiven alle Erdbeben ab Stärke 7,0 herausgesucht, die zwischen 1900 und 2011 stattgefunden haben. Sie prüften dann mit verschiedenen statistischen Verfahren, ob die Verteilung einem zufälligen Muster entspricht.

Die Auswertung ergab, dass - global betrachtet - das Auftreten schwerer Erdbeben ab einer Stärke von 8,0 einer Zufallsverteilung entspricht. Seit 2004 habe es zwar mehrere Starkbeben gegeben, zu einer ähnlichen Häufung sei es aber auch im Zeitraum von 1950 bis 1965 gekommen. Zudem habe die Häufigkeit etwas kleinerer Beben nicht zugenommen. Es sei bisher keine physikalische Erklärung denkbar, nach der es zwar zu einer Häufung starker, nicht aber zu einer Häufung schwächerer Beben komme, schreiben die Forscher in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften, den PNAS.

Zahl schwerer Beben insgesamt gering
Die statistischen Analyse erschwere, dass die Rate schwerer Beben insgesamt sehr gering ist. Seit 1900 habe es nur 16 Erdbeben mit einer Stärke von 8,5 oder darüber gegeben, nur fünf hätten eine Stärke von über 9,0 erreicht. Die Forscher weisen darauf hin, dass trotz des global nicht gestiegenen Risikos in einigen Regionen die Gefahr eines schweren Bebens erhöht scheint - etwa in Chile, Japan oder auf Sumatra. Dort hat es in jüngerer Vergangenheit starke Erdbeben gegeben.

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