17.05.2005 10:25 |

Weltmeister!

Tschechien holt sich Eishockey-Krone

Tschechien hat Rekordchampion Kanada vom Eishockey-Thron gestürzt und den ersten Titel-Hattrick der Nordamerikaner seit 53 Jahren verhindert. Das Team um Superstar Jaromir Jagr gewann am Sonntag das Finale der 69. WM in Wien 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) gegen den 23-maligen Weltmeister der vergangenen beiden Jahre und triumphierte zum fünften Mal seit der Trennung von der Slowakei.

Für den 33-jährigen Jagr war es der erste WM-Titel seiner großen Karriere, nachdem er weder 1996 noch bei den Erfolgen zwischen 1999 und 2001 dabei war. Die Kanadier verpassten es dagegen, für die Final-Niederlage vor neun Jahren an gleicher Stelle Revanche zu nehmen.

Mit einer defensiven Meisterleistung und guter Chancenverwertung brachte der Olympiasieger von 1998 den Sieg unter Dach und Fach. Vaclav Prospal (5.) sorgte schon früh für die tschechische Führung, dann traf Martin Rucinsky (44.) gegen den optisch überlegenen Titelverteidiger, der nicht wie gewohnt zum Zug kam. Josef Vasicek erhöhte 53. Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Schuss ins leere Tor noch auf 3:0. Im Vorjahr hatten die Kanadier in Prag ein 0:2 gegen Schweden noch aufgeholt.

Die Tschechen hatten dank mehrerer tausend angereister Fans praktisch ein Heimspiel. Sogar Staatspräsident Vaclav Klaus, der schon 1996 beim Finale dabei war, und Ministerpräsident Jiri Paroubek waren in die Stadthalle gekommen. Sie durften ebenso wie 30 000 Fans vor einer Großleinwand im Zentrum von Prag gleich jubeln: Prospal stand nach einem Pfostenschuss von Rucinsky genau richtig und staubte bei der ersten Chance der Tschechen zur Führung ab.

In der anfangs schnellen und abwechslungsreichen Partie dominierte zunehmend die Taktik. Gegen die offensivstarken und dynamischen Kanadier waren die Tschechen bemüht, das Geschehen zu kontrollieren. "Wir haben defensiver begonnen, um nicht den.Fehler der Russen zu wiederholen", sagte Torschütze Prospal. Russland war im Halbfinale gegen Kanada frühzeitig 0:4 in Rückstand geraten. Tschechiens Keeper Tomas Vokoun stand zwar öfters im Mittelpunkt, doch auch sein Gegenüber Martin Brodeur musste mehrmals in höchster Not retten. Gegen Rucinskys Schuss ins lange Eck war er aber machtlos, auch hier war Jagr an der Vorarbeit beteiligt. 

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