Fr, 17. August 2018

"Krone"-Interview

14.12.2011 16:33

Christof Innerhofer: "Man verlernt, richtig zu kämpfen"

Er ist der neue Skistar Italiens, Frauenheld und Fast-Österreicher. In Gröden wird Christof Innerhofer, 27 und heuer dreifacher Medaillen-Gewinner bei der WM, für einen Fanansturm sorgen, wie er nur selten da war. Er ist in Bruneck aufgewachsen: Für ihn ist es zur "Saslong" ein Katzensprung, genau wie zur österreichischen Grenze. Die "Krone" bat ihn vor den Heimrennen zum Interview und fragte: Wäre es für ihn als Skirennläufer nicht einfacher, Österreicher zu sein?

"Krone": Christof, dein Trainingssturz vor der Saison war sehr wild – gibt es noch immer Nachwirkungen?
Christof Innerhofer: Leider, ich habe Kopfschmerzen und bin oft nur zu 70 Prozent anwesend – ich bin derzeit bei Weitem nicht der Christof, der ich vorher war.

"Krone": Bei den Heimrennen wird nach deinen drei WM-Medaillen der Rummel aber sehr groß sein.
Innerhofer: Davon gehe ich aus. Es war schon der Sommer ein Wahnsinn. Die Termine, die Einladungen haben sich verzwanzigfacht. Ich musste viel absagen und ich war sehr beeindruckt. Wenn ich in einem Badeort in der Disco war, erkannten mich die Leute, in Mailand auch. Wobei da natürlich eine Rolle spielte, dass ich auch als Model arbeite, in vielen Magazinen zu sehen war.

"Krone": Aber du bist nicht nur Model, dir eilt auch ein Ruf als Frauenheld und Herzensbrecher voraus.
Innerhofer: So gesehen war mein letzter Winter sehr erfolgreich – aber der Sommer ist auch nicht schlecht gewesen. Nur Heiratsantrag habe ich keinen bekommen.

"Krone": Du hast einmal gemeint, für die Miss Schweiz würdest du in die Schweiz übersiedeln – trifft das auch auf Österreicherinnen zu?
Innerhofer: Klar, aber da gibt's nicht eine, sondern mehrere.

"Krone": Wärst du als Skirennläufer auch abgesehen davon lieber ein paar Kilometer weiter nördlich daheim?
Innerhofer: Ich habe sehr gute Verträge und kann mir nicht vorstellen, dass ich sonst so viel mehr verdienen würde. Und früher wäre es für mich sogar schwieriger gewesen, weil ich im Nachwuchs nicht viel gewonnen habe. In Österreich bleiben viel mehr Talente auf der Strecke.

"Krone": Aber hat man es als Österreicher nicht deshalb leichter, weil der Verband weit größere finanzielle Mittel hat?
Innerhofer: Klar, das Budget ist um ein Vielfaches höher. Aber es ist sicher nicht immer ein Vorteil, wenn dir wirklich alles in den Hintern gesteckt wird. Man verlernt dabei leicht, richtig zu kämpfen.

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