Di, 21. August 2018

Ehefrau misshandelt

13.12.2011 11:22

Schwer bewaffneter Gewalttäter in Graz festgenommen

Die Polizei hat in Graz einen 52-jährigen Mann festgenommen, der seiner Ehefrau, die bereits in ein Frauenhaus gezogen war, aufgelauert und sie mit einem Messer bedroht hatte. Die Frau konnte entkommen und alarmierte die Polizei. Im Zuge einer Fahndung entdeckten Beamte den Kastenwagen des Mannes im südlichen Stadtbezirk Liebenau. Der 52-Jähriger versuchte noch zu fliehen, wurde aber geschnappt. Er hatte einen Revolver und einen sogenannten Schuss-Kugelschreiber (Bilder) bei sich.

Der Grazer soll seit Jänner 2011 seine 39-jährige Ehefrau mehrfach bedroht und verletzt haben, weshalb sie kürzlich in ein Frauenhaus gezogen war. Der Mann dürfte aber herausbekommen haben, wo sie sich aufhielt: So lauerte er ihr der Polizei zufolge in der Vorwoche in der Nähe des Frauenhauses auf und bedrohte sie mit einem Küchenmesser mit 20-Zentimeter-Klinge. Der Frau gelang es, sich in Sicherheit zu bringen und die Exekutive zu verständigen. Die Staatsanwaltschaft Graz stellte daraufhin einen Haftbefehl aus. Vorerst blieb der 52-Jährige aber verschwunden.

Verdächtiger flüchtet mit Kastenwagen
Beamte des Landeskriminalamtes und der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität sahen dann im Zuge einer gezielten Suche am Freitag gegen 5 Uhr den Verdächtigen, der gerade mit seinem Kastenwagen in der Raiffeisenstraße unterwegs war. Als die Polizisten das Fahrzeug stoppen wollten, flüchtete der Mann in Richtung Engelsdorferstraße, wo er aber schließlich angehalten und festgenommen wurde.

Bei der Durchsuchung des Wagens fanden die Polizisten hinter dem Beifahrersitz den geladenen Revolver sowie den mit einer Patrone geladenen Schuss-Kugelschreiber. Bei dieser verbotenen Waffe handelt es sich um einen Pistolenlauf, dessen Aussehen zur Tarnung einem Kugelschreiber nachempfunden ist. Mit dieser Waffe kann eine einzelnen Patrone abgefeuert werden. Auch das Küchenmesser wurde im Auto sichergestellt. Der Grazer, gegen den ein aufrechtes Waffenverbot besteht, gab im Verhör an, dass er die Schusswaffen von einem Unbekannten gekauft habe. Er wurde in die Justizanstalt Graz Jakomini überstellt.

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