Mi, 15. August 2018

Comeback nach Sturz

13.12.2011 10:34

Stehaufmännchen Scheiber wagt nächsten Versuch

Mario Scheiber, eines der hartnäckigsten Stehaufmännchen im Weltcup, kehrt wieder einmal zurück. Zehneinhalb Monate nach seinem Sturz in Chamonix am 27. Jänner gibt der Osttiroler am Mittwoch im Abfahrts-Training in Gröden sein Comeback auf der Weltcup-Bühne. "Ich habe Trainingsrückstand und seit Jänner keine Rennpraxis. Ich werde es daher eher gemütlich angehen. Ich möchte Vertrauen und das Gefühl für den Speed gewinnen, ich will mich herantasten", so Scheiber.

Der Tiroler tappt im Dunklen, wo er im Vergleich zur Konkurrenz steht. Platzierungen sind für Scheiber vorerst nebensächlich, aber er weiß: "Ich bin ein Renntyp." Besonders gespannt ist Scheiber, wie sein Körper auf die gewaltigen Sprünge beim Südtiroler Klassiker auf der Saslong reagieren wird. Beim berüchtigten Kamelbuckel sind 50-Meter-Sätze keine Seltenheit, der von Michael Walchhofer aufgestellte Rekord steht sogar bei 82 Metern.

Die ersten beiden Saisonabfahrten in Lake Louise und Beaver Creek hat Scheiber von Österreich aus mitverfolgen müssen. "Der Sieg hat für uns Österreicher gefehlt, aber mannschaftlich war das sehr stark", meinte Scheiber angesichts der Plätze 3 (Hannes Reichelt), 4 (Romed Baumann) und 5 (Klaus Kröll) in Lake Louise und Rang 3 (Kröll) in Beaver Creek.

Klaus Kröll "ein Vorbild für die Jungen"
Dass nach dem Rücktritt von Walchhofer der neue Teamleader Klaus Kröll heißt, steht für Scheiber außer Frage. "Klaus ist der älteste und erfolgreichste Abfahrer in der Mannschaft und hat daher die Teamführung übernommen. Er ist ein Vorbild für die Jungen." Der neunfache Weltcup-Zweite ist sich sicher, dass Leute wie Kröll, Romed Baumann, Georg Streitberger und natürlich auch er selbst in die großen Fußstapfen Walchhofers treten können. "Aber das braucht noch etwas Zeit, schließlich war Walchhofer einer der erfolgreichsten Abfahrer aller Zeiten", erklärte er.

Das wievielte Comeback Scheiber gibt, weiß nicht einmal er selbst. Alleine die Krankenakte des Jahres 2011 hat es in sich. Ende Jänner stürzte Scheiber im Chamonix-Training und zog sich einen Bruch des rechten Schlüsselbeins und des Nasenbeins zu, die WM in Garmisch-Partenkirchen war damit geplatzt. In seiner ersten Enttäuschung sprach Scheiber erstmals laut über ein Karriereende, Ende April entschied er sich jedoch zu einem weiteren Anlauf.

Keine Übersee-Rennen wegen Rückenschmerzen
Im Sommer musste Scheiber dann kurzfristig das ÖSV-Trainingscamp in Chile auslassen, aufgrund einer schweren Verkühlung kletterte er nicht in den Flieger Richtung Südamerika. Das Comeback hätte dennoch schon in Lake Louise über die Bühne gehen sollen, Scheiber wurde aber von den Folgen eines Bandscheibenvorfalls eingeholt und trat wegen Rückenschmerzen die Heimreise an.

Dank Wärmetherapien und Ruhe verbesserte sich die Situation stetig, vor zwei Wochen begann Scheiber dann wieder mit Konditionsschichten und Rumpftraining. "Ich habe keine Schmerzen mehr und bin zu 100 Prozent fit", freut sich Scheiber nun auf die langersehnte Rückkehr.

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