So, 19. August 2018

Gewinn kein "Fehler"?

12.12.2011 16:54

Casino-Kunde: "Wir kämpfen um den Millionen-Jackpot"

Jackpot-Alarm hat im März dieses Jahres Behar M. (26) an einem Automaten im Casino Bregenz ausgelöst - der vermeintliche Gewinn belief sich auf 43 Millionen Euro. Doch das Casino verweigerte die Auszahlung und gab als Begründung dafür einen Softwarefehler an. Nun folgt eine Millionenklage, Prozessauftakt ist am 10. Jänner. Anwalt Thomas Kerle und Casino-Kunde Behar M.: "Wir kämpfen um den Millionen-Gewinn!"

Die Nacht vom 26. März 2011 wird Behar M., Bodenleger aus der Schweiz, sein Leben lang nicht vergessen: Denn gegen vier Uhr früh, kurz vor Schließung des Casinos Bregenz, fühlte er sich als frischgebackener Millionär. "Ein rotes Licht ging an, eine Fanfare ertönte, die Videowand zeigte meinen Gewinn an: rund 43 Millionen Euro", schilderte M. diesen Moment.

Anwalt: "Mitarbeiter hat Beweise verändert"
Doch ein herbeigeeilter Casino-Mitarbeiter machte all die Freude zunichte: "Softwarefehler!" Dann habe er durch dreimaliges Drücken und Codeeingabe den Betrag vom Automaten gelöscht. Das Ergebnis ist auf einem Polizeifoto zu sehen: "Cancel credit of 42,9 Mio. €." "Ein Mitarbeiter hat von außen ins System eingegriffen und Beweise verändert", sind M.s Anwälte überzeugt. Versuche, sich außergerichtlich zu einigen, scheiterten. Nun wird prozessiert.

Es sei auch nicht der erste Automatenfehler: 2003 sei in Südafrika Ähnliches geschehen. Die Software sei anschließend korrigiert worden - und zwar weltweit. Er sei nun gespannt, wie die Casinos den Fehler beweisen wollen, so der Anwalt.

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