Fr, 17. August 2018

Massenschlägerei

12.12.2011 09:26

GAK- und Sturm-Fans lieferten sich "Prügel-Derby"

Zum "Showdown" um Mitternacht sind am Wochenende mehr als 100 Sturm- und GAK-Fans im Grazer Jakominiviertel angetreten. 50 Polizisten waren nötig, um die sinnlose Massenprügelei in der Nacht auf Sonntag zu beenden: "Wir haben sogar Kollegen aus Graz-Umgebung um Unterstützung bitten müssen", sagt Oberst Benno Kleinferchner.

Mit dem Match gegen die Wiener Austria, das Sturm am Samstagabend mit 5:1 gewann (siehe Infobox), dürfte der Gewaltexzess nichts zu tun gehabt haben. Die Polizei vermutet, dass die Schlägerei zwischen den beiden Grazer Fangruppen eine ausgemachte Sache war: "Das ist ja nicht das erste Mal passiert, dass sich die Fans zu so einer Rauferei verabredet haben", weiß der Polizeioffizier.

Gegen Mitternacht war es so weit: Etwa 60 bis 70 Sturm-Knofler und 40 bis 50 GAK-Anhänger droschen im Kreuzungsbereich Conrad von Hötzendorf-Straße/Schießstattgasse sinnlos aufeinander ein.

Wenn es um Angriffe auf Polizisten oder um Sachbeschädigungen ging, dann kämpften die beiden Gruppen mit vereinten Kräften: Da wurden Fahrräder und Mülltonnen umgeworfen oder auch Flaschen zerschlagen. Ebenso einig war man sich, die Versorgung der Verletzten betreffend: Alle weigerten sich, sich vom Roten Kreuz versorgen oder gar ins Krankenhaus bringen zu lassen.

"Wir haben alle Kräfte dorthin geschickt"
Das Polizei-Aufgebot war gewaltig. Oberst Kleinferchner: "Die Kollegen, die beim Sturm-Spiel gegen die Wiener Austria Dienst hatten, waren schon nach Hause gegangen. Wir haben alle Kräfte dorthin geschickt, die zur Verfügung gestanden sind. Insgesamt waren etwa 40 Kollegen aus Graz im Einsatz, zehn Beamte haben wir aus der Umgebung zur Unterstützung angefordert."

Doch für die "Kämpfer" gibt es noch ein Nachspiel. Die Polizisten müssen nun klären, wer an der Schlägerei aktiv beteiligt war und wer dabei gegen Gesetze verstoßen hat: "Uns sind die Rädelsführer der beiden Fangruppen bereits bekannt. Es wird sicher Anzeigen geben, auch wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt."

Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Steiermark
Aktuelle Schlagzeilen
Seien Sie live dabei!
Ganz Linz feiert mit der „Krone“
Oberösterreich
Nach Hinspiel-Pleite
4:0! Rapid wendet Aus in der Euro-League-Quali ab
Fußball International
Europa-League-Quali
Irre Wende! Neun-Tore-Wahnsinn in St. Petersburg
Fußball International
Unglückliches Aus
Last-Minute-Schock! LASK verpasst Sensation
Fußball International
Locker weiter
Sabitzer trifft bei Leipzig-Remis in EL-Quali
Fußball International
Fußmarsch zum Stadion
Bratislava-Fans stoppen U-Bahn vor Rapid-Match
Fußball International
Eklat in Linz
Besiktas-Fans randalieren! Polizei stürmt Tribüne
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.