Di, 19. Juni 2018

Kurzbahn-EM in Polen

10.12.2011 19:01

Titelverteidiger Jukic über 200 m Delfin Siebenter

Der vorletzte Wettkampftag der Kurzbahn-EM im polnischen Stettin hat Österreichs Schwimm-Team keine weitere Medaille gebracht. Dinko Jukic wurde am Samstag als Titelverteidiger im Finale über 200 Meter Delfin ebenso Siebenter wie Lisa Zaiser über 100 Meter Lagen. Uschi Halbreiner belegte in diesem Rennen Rang zehn. Birgit Koschischek über 100 Meter Delfin als Siebente und Martin Spitzer über 100 Meter Lagen als Sechster zogen in die für Sonntag angesetzten Finali ein.

Jukic war nach seinen sechsten Rängen über 200 und 400 Meter Lagen mit Medaillenchancen in die Entscheidung auf seiner Paradestrecke gegangen, im Endeffekt fehlten ihm in 1:53,51 Minuten aber 1,89 Sekunden auf Bronze. Nach einem Rennviertel war der 22-Jährige als Fünfter in Schlagdistanz gewesen, hatte dann mit der Entscheidung aber nichts mehr zu tun. "Ich bin über die Platzierung nicht enttäuscht, es ist alles relativ knapp", meinte Jukic. "Ich habe bewiesen, dass ich bei der Spitze dabei bin."

Der SC-Austria-Wien-Athlet war um 16 Hundertstel langsamer als bei seinem vorjährigen Gold-Lauf und geht ohne Top-Fünf-Platz in den EM-Schlusstag. Freilich gab er an, eher auf das "Duell in the Pool" in einer Woche in Atlanta hintrainiert zu haben. "Da sollte es noch ein bisschen schneller gehen", erklärte Jukic.

Ungar Cseh holt sich 20. EM-Gold
Das Delfin-Finale ging wie die anderen beiden Jukic-Endläufe an Laszlo Cseh. Der Ungar holte in 1:50,87 sein insgesamt 20. EM-Gold. Ebenfalls ihren dritten Titel in Polen holte übrigens Mireia Belmonte Garcia, die Spanierin gewann über 400 Meter Kraul in 3:56,39.

Für Aufsehen sorgte zudem Mateusz Sawrymowicz über 1.500 Meter Kraul. Der Pole war im Vormittags-Heat in 15:29,81 Minuten um sieben Hundertsel schneller als Markus Rogans dänischer Trainingskollege Mads Glaesner am Nachmittag, gewann also quasi auf der Tribüne sitzend Gold.

Talentprobe von Kärntnerin Zaiser
Von all dem unbeeindruckt legte Zaiser eine weitere tolle Talentprobe ab. In 1:00,77 Minuten drückte die 17-Jährige ihren am Vortag im Semifinale fixierten OSV-Rekord um weitere zwei Hundertstel auf 1:00,77 Minuten. Damit verfehlte die Kärntnerin Bronze nur um 67 Hundertstel. "Ich bin mental derzeit so stark drauf, dass mir einfach alles aufgeht", meinte die Schülerin. "Es funktioniert alles." Ihre engere Landsfrau Halbreiner schlug in 1:02,09 an. "Ich habe das Finale genossen und nehme die Erfahrung mit", sagte die 20-Jährige.

Spritzig präsentierte sich Spitzer, in 54,08 Sekunden kam er bis auf vier Hundertstel an seine Bestzeit heran. "Das war eigentlich schon ganz gut, auch wenn die letzte Wende wieder nicht gepasst hat. Die Medaille ist nicht weit weg." Die Entscheidung fällt am Sonntag, am Schlusstag hat Spitzer auch noch eine gute Chance im Delfinsprint. Rogan steigerte sich zum Vorlauf nur um fünf Hundertstel, das war für den Final-Einzug um 32 Hundertstel zu wenig. "Ich habe derzeit einfach keine Sprint-Fähigkeit, dafür habe ich zu viel trainiert."

Koschischek in 100-Meter-Delfin-Finale
Die insgesamt zwölfte OSV-Final-Teilnahme bei den Titelkämpfen in Polen fixierte schließlich Koschischek in 58,13 Sekunden. "Alles hinter Platz zwei ist sehr dicht beieinander", prognostizierte die 24-Jährige zum Endlauf.

Die übrigen Titel gingen bei den Damen über 100 Meter Lagen in 59,05 an die Deutsche Theresa Michalak, im Rückensprint in 26,23 an die Russin Anastasia Sujewa und in 1:46,48 an die dänische Lagenstaffel, bei den Herren im Brustsprint in 26,25 an den Italiener Fabio Scozzoli sowie über 100 Meter Kraul in 46,56 an den Russen Sergej Fesikow.

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