Das Angebot des Beratungsprojekts StoP wird weiter ausgebaut und bekommt Standorte in Feldkirch und Lustenau
Viel zu viele Frauen erfahren immer noch Gewalt in den eigenen vier Wänden. Um sich als Betroffene oder auch als Zeuge Hilfe und Unterstützung zu holen, wurde im Jahr 2019 das Projekt „StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt“ in Österreich gestartet, damals vorerst nur in Wien. Weil sich die Initiative schnell von einem Pilot- zu einem Erfolgsmodell gewandelt hat, wird seitdem an einem österreichweiten Ausbau gearbeitet. Auch in Vorarlberg wurden vor zwei Jahren zwei Beratungsstellen in Bregenz und Hohenems eröffnet. Nun kommen zwei weitere hinzu, wie Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) am Montag in Bregenz verkündete.
Beratung direkt vor Ort
„Aus Angst oder Unsicherheit schweigen Augen- oder Ohrenzeugen von Gewalt noch immer viel zu oft. Gewalt gegen Frauen hat verheerende Folgen für die Opfer. Umso wichtiger ist es, dass Projekte wie “StoP„ das Umfeld animieren, Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu zeigen“, betonte der Minister. „StoP“ macht mit Veranstaltungen, Türgesprächen und Aktionen auf das Problem häusliche Gewalt aufmerksam. Alleine im letzten Jahr konnten damit österreichweit rund 60.000 Menschen erreicht werden. Das Projekt setzt da an, wo häusliche Gewalt passiert: am Wohnort, in der Nachbarschaft.
Entwickelt wurde die Initiative übrigens in Hamburg. Auch andere Länder interessieren sich mittlerweile für diese Art der Beratung. In Belgien, Frankreich, Rumänien und Tschechien werden bald Standorte eröffnet.








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