Mo, 17. Dezember 2018

Wollen abwarten

04.10.2011 16:34

Tschechien und Bulgarien einig: Euro, nein danke!

Euro, nein danke: Die EU-Mitgliedstaaten Tschechien und Bulgarien wollen den Euro in naher Zukunft nicht als Währung haben. Die Regierungschefs beider Länder lehnten es am Dienstag erneut ab, ein konkretes Datum für einen Beitritt zur Währungsunion festzulegen, da niemand wisse, wie sich dieses Projekt entwickle.

"Wir alle sehen, wie sich die Währungsunion immer mehr zu einer Transferunion oder gar einer Schuldenunion entwickelt", sagte Tschechiens Regierungschef Petr Necas (links im Bild) am Dienstag nach Gesprächen mit seinem bulgarischen Kollegen Bojko Borissow (rechts) in Prag.

Borissow fügte hinzu, das Ziel, den Euro einzuführen, habe sich zu "etwas entwickelt, das wir genau beobachten und abwarten". Er kritisierte zudem die hoch verschuldeten Länder der Eurozone. Einige Länder "sollten ihre Renten auf ein Niveau wie in Bulgarien kürzen, dann wäre Europa in einem oder zwei Jahren wohlhabend", sagte er.

Klaus: "Euro von Anfang an ein falsches Projekt"
Auch der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus schoss sich am Dienstag erneut auf den Euro ein. Die jetzigen Probleme der Länder der Eurozone hätten gezeigt, dass die einheitliche Währung "von Anfang an ein falsches Projekt" gewesen sei, sagte Klaus nach Medienberichten vom Dienstag anlässlich der traditionellen Maschinenbaumesse in Brünn.

"Auch wir als Nicht-Mitglied der Eurozone beobachten mit großer Beunruhigung ihre Probleme, die längst offensichtlich und im Grunde genommen unausweichlich waren", betonte der EU-kritische Staatschef. "Die Schaffung der gemeinsamen europäischen Währung war auf keinen Fall Notwendigkeit, und wie die Realität der letzten Jahren ausreichend zeigt, war sie auch kein weitsichtiger Schritt", so Klaus.

Tschechien ist seit 2004 EU-Mitglied, Bulgarien trat der EU 2007 bei. Beide Länder sagten bei ihrem Beitritt zu, den Euro einzuführen, sie sind aber nicht an ein konkretes Datum gebunden.

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