So, 19. August 2018

Last-Minute-Tor

02.10.2011 20:35

Wiener Austria siegt im Schlager gegen Salzburg 3:2

Im Schlager der zehnten Runde der tipp3-Bundesliga hat die Wiener Austria am Sonntag dank eines Last-Minute-Treffers (92.) von Alexander Grünwald Red Bull Salzburg 3:2 (1:1) besiegt. Zuvor waren die "Veilchen" durch Zlatko Junuzovic (40.) und Nacer Barazite (54.) bereits zweimal in Führung gegangen, den Mozartstädtern gelang aber durch Jakob Jantscher (45.+1) und Georg Teigl (62.) ebenso oft der Ausgleich. Zum Abschluss der Runde besiegte Meister Sturm Graz die SV Ried mit 1:0.

Durch den Salzburger Punkteverlust steht nach zehn Runden sensationell Aufsteiger Admira auf Platz eins. Die Niederösterreicher, die am Samstag Rapid mit 4:3 niederrangen (Bericht in der Infobox), führen damit erstmals seit Oktober 1993 die Tabelle an.

Austria Wien - Salzburg 3:2
Salzburg zeigte gleich zu Beginn mit einem Flachschuss von Gonzalo Zarate auf (3.). Die optisch überlegene Austria wurde durch Barazite gefährlich. Bei den Möglichkeiten des Niederländers (18., 19., 33.) war aber jeweils im entscheidenden Moment ein Salzburger Bein im Weg. Barazite war dann auch entscheidend an der Austria-Führung beteiligt. Der 21-Jährige setzte sich gegen Ibrahim Sekagya durch und bediente Junuzovic, der alleine vor Tormann Eddie Gustafsson die Nerven behielt und auf 1:0 stellte (40.). Salzburg glich aber noch vor der Pause dank kräftiger Mithilfe von Austria-Goalie Pascal Grünwald aus. Bei einem Einwurf von Christian Schwegler eilte Grünwald weit aus seinem Tor heraus, seine Faustabwehr landete genau bei Jantscher und dieser traf ins verwaiste Tor zum 1:1 (45.+1).

Austria die spielbestimmende Elf
Die Austria blieb auch nach dem Wechsel spielbestimmend, Salzburg zeigte sich hingegen passiv. Tomas Jun vergab völlig frei stehend per Kopf (53.), eine Minute später stellte dann aber Barazite auf 2:1 (54.). Nach Flanke von Markus Suttner servierte Andreas Ulmer den Ball bei seinem Rettungsversuch Barazite und dieser traf von der Strafraumgrenze. Erst dann wachten die Salzburger auf. Der rasche Lohn war das 2:2 durch Teigl (62.).

Nach einem Kopfball von Petri Pasanen wehrte Grünwald den Ball an die Stange ab, Teigl staubte zum Ausgleich ab. Im Finish war Salzburg dem Siegestreffer deutlich näher als die müde wirkende Austria. Grünwald zeichnete sich bei Distanzschüssen von Dusan Svento (62.) und Zarate (75.) aus. Sekagya, der nach einem Kopfstoß gegen Linz knapp an einer Roten Karte vorbeischrammte (70.), traf per Kopf sogar noch die Latte (83.). Wie aus dem Nichts gelang aber der Austria die Entscheidung. Der eingewechselte Michael Liendl bediente mit einem Querpass Alexander Grünwald, der aus wenigen Metern keine Probleme hatte (92.).

Sturm Graz - SV Ried 1:0
Drei Tage nach dem Europa-League-Sieg in Athen hat Sturm Graz auch in der heimischen Liga voll gepunktet. Der Meister bezwang zum Abschluss der zehnten Runde Cupsieger SV Ried in einem mäßigen Match 1:0 (0:0). Die Grazer waren vor allem vor der Pause die klar schwächere Mannschaft, kamen aber durch einen Kopfball-Treffer von Imre Szabics in der 50. Minute zum ersten Meisterschaftssieg seit 27. August (5:0 gegen Wiener Neustadt). Dank der besseren Tordifferenz bleibt Ried vor den punktgleichen Grazern auf Rang fünf.

Sturm erwischte in einer vorsichtigen Anfangsphase den besseren Start, Kapitän Manuel Weber prüfte mit einem scharfen Fernschuss Tormann Thomas Gebauer (14.). Die Rieder bekamen die Partie danach aber immer besser in den Griff. Mit Kopfbällen von Ivan Carrill (23.) und Jan Marc Riegler (25.) sowie einem Schuss von Nacho (26.) drängten sie auf die Führung. Die beste Chance vor der Pause fand Ex-Sturm-Kicker Daniel Beichler vor, sein Schuss wurde von Sturm-Tormann Silvije Cavlina gerade noch neben das Tor gelenkt (41.).

Innviertler frischer und hungriger
Die Oberösterreicher waren klar frischer und hungriger. Die Grazer wirkten drei Tage nach dem Europa-League-Erfolg in Athen saft- und kraftlos, die Offensivkräfte Szabics und Darko Bodul blieben völlig farblos.

Das änderte sich aber nach Wiederbeginn zumindest für einige Minuten. Nach Flanke von Patrick Wolf stellte Szabics per Kopf mit seinem dritten Liga-Treffer der Saison aus kurzer Distanz auf 1:0 (50.). Vor allem Beichler stemmte sich gegen die Niederlage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, bei einem schönen Weitschuss musste Cavlina glänzen (72.). Dessen Vorderleute glänzten zwar in keiner Phase, brachten aber den Sieg über die Zeit.

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