Fr, 22. Juni 2018

Mariahilfer Straße

29.09.2011 12:07

Vassilakou setzt nicht auf reine Fußgängerzone

Die Wiener Mariahilfer Straße soll verkehrsberuhigt werden, verschiedene Möglichkeiten werden gerade durchgedacht - zur reinen Fußgängerzone dürfte die beliebte Einkaufsstraße aber nicht werden. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou stellte am Donnerstag im Gemeinderat nämlich klar, dass "eine Fußgängerzone im klassischen Sinne nicht die Lösung ist, die für mich die allerbeste ist".

Sie wolle eine Lösung, die auch Querungen für Autofahrer sowie die Durchfahrt für Öffis und Radfahrer beinhalte. Im November sollen denkbare Szenarios öffentlich vorgestellt werden. Diese werden gerade von einer Expertengruppe unter Führung von TU-Professor und Verkehrsplaner Hermann Knoflacher, Vertretern der betroffenen Bezirke Mariahilf und Neubau sowie der Wirtschaftskammer erarbeitet. Ob es eine Befragung der Bewohner in der Frage geben werde, sei eine Entscheidung der Bezirksvorsteher, so Vassilakou auf entsprechende Fragen von FPÖ und ÖVP.

"Schwieriges Terrain für direkte Demokratie"
Dies gelte auch für die geplante Ausweitung des Parkpickerls sowie bei der angestrebten Ausweitung der Tempo-30-Zonen in Wohngebieten - ein Thema, das in der Debatte am Donnerstag nur peripher gestreift wurde. Die Ressortchefin gab jedenfalls zu bedenken, dass die Verkehrspolitik ein "schwieriges Terrain für Instrumente der direkten Demokratie" sei. Es stelle sich nämlich die Frage, wer hier befragt werden sollte, beispielsweise etwa Anrainer oder doch Autofahrer, die die Straßenzüge regelmäßig benutzen.

Was passiert mit Buslinie 13A?
Insofern erachte sie eine Volksbefragung für nicht sinnvoll. Es gelte stattdessen, die Bevölkerung von vornherein in den Planungsprozess einzubinden. Sie halte aber auf keinen Fall etwas davon, die Verkehrslösung, so wie sie derzeit auf der Mariahilfer Straße vorherrscht, beizubehalten, betonte die Grün-Politikerin. Neuigkeiten soll es darüber hinaus demnächst in der Frage geben, was mit der regelmäßig überfüllten Buslinie 13A passieren wird. Das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie über die Führung von Gelenkbussen - sie haben eine höhere Passagierkapazität - oder den Bau einer Bim-Linie auf der Route soll Anfang November vorliegen, kündigte Vassilakou an.

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