So, 19. August 2018

23.09.2011 12:11

Ein Fass ohne Boden

Das freie Wort
Alle drei Monate der gleiche Zirkus: Griechenland verfehlt die Sparziele, und wir zahlen trotzdem. Das Weihnachtsgeld für die Pensionisten kommt heuer später, aber Griechenland wird sein Geld - entgegen aller Drohungen - wieder pünktlich bekommen. Doch im Vergleich zu dem, was uns noch blüht, ist das noch gar nichts. Denn bei einem Ausfall der Zahlungen durch die Pleitestaaten Griechenland, Irland und Portugal haften wir mit unseren Steuergeldern nicht nur für den Bürgschaftsbetrag, sondern auch für die Zinsen! Wie berichtet, soll die Bürgschaft Österreichs für die Pleitestaaten am 30. September bei einer Sondersitzung des Nationalrates von zwölf auf 22 Milliarden Euro aufgestockt werden. Experten der Deutschen Bank haben errechnet, dass sich dieser Betrag inkl. Zinsen auf 40 Milliarden erhöhen wird. So viel wird uns der Spaß wahrscheinlich kosten. Denn der Plan für Griechenland funktioniert nicht. Auch in Irland und Portugal wird es so nicht funktionieren. Und obwohl Wirtschaftsexperten wie Christoph Leitl und Karl Aiginger das ebenfalls sagen, halten die Regierungen daran fest. Auch wenn ich das nicht ändern kann, werde ich am 30. September im Parlament auf der Galerie sitzen und mir diese historische Sitzung anschauen. Denn ich will meinen Enkelkindern einmal sagen können: „Ich war dabei, wie unsere Regierung 40 Milliarden Euro in ein Fass ohne Boden geschmissen hat.“



Karl W. Nowak, Wien
erschienen am Fr, 23.9.

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