Mi, 12. Dezember 2018

krone.at-Umfrage

22.09.2011 10:43

Mietpreis-Erhöhung für 82 Prozent nicht gerechtfertigt

Die Mietpreiserhöhung von 5,5 Prozent in Österreich sorgt für helle Aufregung unter den krone.at-Usern. Über 6.000 Stimmen wurden bei der großen Umfrage rund um die Teuerungsbombe abgegeben. Das Ergebnis: Über 82 Prozent halten die Erhöhung für nicht gerechtfertigt. Fast 73 Prozent sagen, sie müssen den Gürtel jetzt enger schnallen. Und 32 Prozent fürchten gar, in eine günstigere Wohnung ziehen zu müssen.

Der Hintergrund der Aufregung: Für alle, die in Häusern mit Kategoriemietzins leben, steigen die Mieten um 5,5 Prozent. Allein in Wien sind rund 220.000 Mieter, darunter 120.000 im Gemeindebau, betroffen.

Für eine 100 Quadratmeter große Wohnung der Kategorie A sind statt bisher 308 Euro nun 325 Euro Miete (ohne Betriebskosten und Abgaben) zu zahlen, also um 17 Euro pro Monat oder 204 Euro pro Jahr mehr. Wer in einer 70- Quadratmeter- Wohnung lebt, wird mit rund 150 Euro Mehrkosten im Jahr zusätzlich belastet.

Es geht um vor dem 1. März 1994 abgeschlossene Mietverträge, die dem Kategoriemietzins unterliegen. Jüngere Verträge bleiben aber nur kurz von der Teuerung verschont, diese kommt ab April 2012.

"Können Gürtel nicht mehr enger schnallen"
Die "Krone" hörte sich am Mittwoch bei Bewohnern des Karl-Marx-Hofs in Wien-Döbling um, wie sie zu den Teuerungsbomben stehen. "Wir sind empört, das Leben wird immer teurer. Viele haben nur die Mindestpension und können den Gürtel nicht mehr enger schnallen", so ein Mieter (60) beim Lokalaugenschein der "Krone". Katerina K., Krankenschwester, erklärte: "Es ist sehr traurig, dass die Preise ständig steigen. Das Wohnen wird immer teurer. Leider hat man das Gefühl. Für viele ältere Bewohner wird die Lage dramatisch."

"Wir sparen schon beim Essen"
"Was kann man da schon machen, wenn ständig alles teurer wird. Oft wissen wir nicht, wie wir die ganzen Erlagscheine bezahlen sollen. Das Leben geht sich mehr schlecht als recht aus. Wir sparen schon beim Essen", wusste Mindestpensionist Walter W. zu berichten. Kaum besser geht es dem Angestellten Gerald M., obwohl seine Frau halbtags arbeiten geht. "Wir haben ein Kind und müssen schon anfangen, uns finanziell einzuschränken und das vorhandene Geld umzuschichten, sonst können wir die höheren Kosten nicht zahlen", so M. zur "Krone".

"Zu viel Geld versickert im Staat"
"Wie das alles weiter gehen soll", fragt sich Pensionistin Juliane H.: "Gut die Hälfte meiner Pension geht schon für das Wohnen auf. Außerdem unterstütze ich noch meine Tochter, die derzeit keinen Job hat." "Das Gefühl, dass zu viel Geld im Staat versickert", hat Alleinerzieherin Miriam F.: "Auf der einen Seite explodieren die Preise für das Wohnen, auf der anderen bekomme ich Unterstützung für den Zins."

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