Do, 20. September 2018

Bereits 10 Verletzte

19.09.2011 16:56

Polizei auf der Jagd nach dem "Sniper von Wien"

Jung, alt, männlich, weiblich - der "Sniper von Wien" hat kein klassisches Opferschema, er schießt auf alles und jeden. Wie berichtet, macht derzeit ein Irrer mit seinem Luftdruckgewehr Jagd auf ahnungslose Passanten. Er feuert auf Autofahrer, Wartende bei Bushaltestellen und Spaziergänger. Opfer Stefan Lanzel (im Bild links) hofft auf eine baldige Festnahme: "Stoppt diesen Wahnsinnigen endlich!"

Mit ihrer Freundin wartete die 16-jährige Iclal U. bei der Bushaltestelle in der Brunnerstraße in Wien-Liesing auf den 66A - plötzlich dieser Schmerz im Oberarm. "Zum Glück hatte ich eine Jacke an, die hat wie ein Schutzschild gewirkt", erklärte die Angestellte.

Dieses Glück hatte Stefan Lanzel nicht: Der 25-Jährige saß in der Kundratstraße am Steuer seines Wagens, hinter ihm die Tochter (4), daneben die Mutter. "Auf einmal hat eine Kraft meinen Kopf nach hinten geschleudert", schilderte der Angestellte der "Krone", "als wäre ich mit voller Wucht gegen eine Mauer gelaufen".

Erstes Spital schickte Opfer wieder weg
Ein Blick in den Rückspiegel zeigte: eine kleine Schusswunde. Das erste Spital schickte den Verletzten wieder weg, erst im Meidlinger Unfallkrankenhaus operierten Ärzte unter lokaler Betäubung die Kugel aus seinem Kopf. "Hoffentlich wird dieser Irre bald geschnappt", hofft Lanzel.

Ereignete sich am 10. September die erste Attacke, fanden fünf Tage später während einer einzigen Amok-Tour gleich neun Angriffe innerhalb weniger Stunden statt. "In mehreren Fällen wurde das Bleigeschoss mit Flachkopf, ein sogenanntes 'Stamperl', mit 4,5 Millimetern Durchmesser sichergestellt", so Mario Hejl von der Wiener Polizei.

Zweckdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 01/31310-33800 an das Landeskriminalamt Wien (Gruppe Schneider) erbeten.

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