So, 22. Juli 2018

Zoff bei der Admira

12.09.2011 16:52

Berger nach der Degradierung zum Zweier-Goalie sauer

Bester Saisonstart in der Liga-Geschichte, dicht an den Fersen von Tabellenführer Salzburg, 8.000 Fans beim jüngsten Triumph in der Südstadt gegen Meister Sturm Graz – Aufsteiger Admira schwebt derzeit auf Wolke sieben. Nur einer schlug auf dem harten Boden der Realität auf: Hans-Peter Berger verlor am Wochenende seinen Platz im Tor an Patrick Tischler. Für ihn ein "Schock".

Artig, wie es sich für einen Zweier-Tormann gehört, hatte Berger am Samstag die Bälle aus der Kabine getragen, mit denen er die neue Nummer eins für den Hit gegen Sturm einschießen sollte. Zweier-Tormann! Da stellt es dem knapp 30-Jährigen noch mehr die Haare auf, als dies sein bewährter Gel-Look jemals schaffen kann. "Ich will keine Unruhe erzeugen, aber ich kann die Entscheidung nicht verstehen. Wir wurden Meister, ich gehörte im Juni gegen Deutschland zum Nationalteam, bei meinen fünf Meisterschaftseinsätzen haben wir nie verloren. Es war alles so positiv und perfekt."

Stimmt, wenn man die Admira-Leistungen als Gesamtbild hernimmt, aber Bergers individuelle Performance ließ doch zu wünschen übrig. Die Punktegewinne gegen Kapfenberg, Mattersburg und die Austria überschatteten seine Patzer in diesen Spielen. "Aber es zählen doch nur die Ergebnisse", meint Berger.

Kühbauer: "Haben zwei gleichwertige Torhüter"
Trainer Didi Kühbauer sieht das anders. Er begründet Bergers Wechsel auf die Bank mit genau diesen Schnitzern. "Wir haben zwei gleichwertige Torhüter, jetzt kommt eben Tischler an die Reihe." Wobei sich das "Jetzt" nicht nur auf die vergangene Runde bezieht, sondern wohl eher als "ab sofort" zu verstehen ist.

Riecht nach Wachablöse. Der 24-Jährige ist mit 1,87 Metern um zehn Zentimeter größer als Berger, was sich gegen Sturm bei hohen Bällen sofort bemerkbar machte. Beim 2:3 durch Bodul sah er hingegen weniger gut aus. "Er war stets eine loyale Nummer zwei. Persönlichkeit erlangt der Patrick aber nur durch Spiele – die Zeit dafür ist reif", meint auch Tormann-Trainer Georg Heu. Worte, die der ehrgeizige Hans-Peter Berger wohl weniger gern hören wird.

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