So, 19. August 2018

Taxler-Krieg in Graz

09.09.2011 08:47

"Ich wurde von einem Kollegen niedergeschlagen"

Graz wird von Taxis überflutet. Da ist es kein Wunder, dass um jeden Kunden gekämpft wird und bei den Fahrern die Nerven blank liegen. Aus den Standplätzen werden Kampfplätze, wie zum Beispiel beim Flughafen, wo es Anfang der Woche zu einer blutigen Auseinandersetzung kam: "Ich bin von einem Kollegen brutal zusammengeschlagen worden", sagt etwa Samir K. (Bild).

"Das ist am Montag um 14.30 Uhr passiert. Ich bin in der Reihe an erster Stelle gestanden, als Kunden aus England aus dem Flughafengebäude kamen und in meinen Jaguar einsteigen wollten – zwei Frauen, ein Mann und zwei Kinder. Das war um eine Person zu viel, da Kinder im Taxi als Erwachsene gelten und ich nur vier Fahrgäste mitnehmen darf. Deshalb habe ich gesagt, dass ich ihnen ein größeres Taxi, zum Beispiel einen Ford Galaxy, besorgen würde", berichtet Samir K., der bereits seit 1996 Taxler und seit 2003 selbständig ist.

Kollege rastete aus
Irgendetwas soll dann einem Kollegen, der an vierter oder fünfter Stelle stand, nicht gepasst haben: "Er hat zu schimpfen begonnen, mich plötzlich von hinten niedergeschlagen und, als ich schon benommen am Boden gelegen bin, noch weiter attackiert."

Der Taxi-Unternehmer musste drei Tage lang im Grazer Unfallkrankenhaus stationär behandelt werden – er hat eine Platzwunde am Kopf, die genäht werden musste, außerdem ist sein linkes Auge verletzt und der Mittelfinger der linken Hand gebrochen.

Zu viele Taxis in Graz?
Die Flughafenpolizei ermittelt nun: "Wir werden die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft weiterleiten", hieß es am Donnerstag. In Graz sind zurzeit übrigens 670 Taxis unterwegs. Viel zu viele, wie Branchenkenner meinen.

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