Do, 16. August 2018

Empörung in Ungarn

09.09.2011 07:54

Österreicher baut in Nationalpark illegal Gemüse an

Der Direktor eines ungarischen Nationalparks befindet sich derzeit auf Kriegspfad mit einem österreichischen Gemüsebauern. Der Landwirt soll den Park - auf einer Fläche von immerhin 100 Hektar - illegal als Ackergebiet nutzen. Das behauptet zumindest Tibor Markovics, Leiter des betreffenden Nationalparks Örseg in Westungarn. Der Gemüsebauer soll auch ohne Genehmigung Brunnen gebohrt haben.

Das umstrittene Gelände befindet sich offenbar in Besitz eines ungarischen Schweizers, unter dessen Genehmigung das österreichische Unternehmen mit seinem groß angelegten Gemüseanbau begonnen hatte. Im Nationalpark sei dies jedoch verboten, erklärte auch Attila Bencsics, Chef der zuständigen Umweltschutzbehörde. Aus diesem Grund - und wegen der illegalen Brunnenbohrung - habe die Behörde eine Untersuchung eingeleitet.

Naturschutzgebiet von der EU geschaffen
Der Gemüsebauer habe mit einer Strafe zu rechnen, berichtete das ungarische Staatsfernsehen MTV am Donnerstagabend. Der Fall werde auch dadurch verschärft, dass das genutzte Territorium zum Netz des Schutzgebietes Natura 2000 gehöre, das von der EU geschaffen wurde. Auf den Feldern seien Gastarbeiter aus Rumänien tätig.

Der ungarische Vertreter des österreichischen Landwirts wollte zu den Vorwürfen keine Erklärung abgeben. Man verfüge aber über keine Informationen, dass es sich bei dem Territorium um geschütztes Land handle.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.