So, 19. August 2018

Tochter sah alles

03.09.2011 16:24

Bergsteiger stirbt in Tirol nach Sturz in Gletscherspalte

Tödliche Verletzungen hat sich am Samstag ein Bergsteiger aus Bayern bei einem Sturz in eine Gletscherspalte im Gebiet Großer Löffler im Tiroler Zillertal zugezogen. Der 58-jährige Mann war mit seiner Tochter unterwegs, als das Unglück gegen 12.30 Uhr seinen Lauf nahm.

Der Mann stürzte zuerst über einen kurzen, steilen Felsen, bevor er in der vier Meter tiefen Spalte landete. Die Alpinisten waren nach Angaben des Einsatzleiters, Michael Knauer, nicht adäquat ausgerüstet. Zudem seien die Bergsteiger zu spät zu der Tour aufgebrochen und das Wetter sei zu warm gewesen, meinte Knauer.

Der Bayer erlitt bei dem Absturz lebensgefährliche Verletzungen. Weil in diesem Gebiet das Handynetz nicht funktionierte, konnte die Tochter nicht sofort Alarm schlagen.

Kurz nach Bergung verstorben
Nach der Bergung mit dem Notarzthubschrauber war der Mann zunächst noch am Leben. Er wurde aufgrund der vorherrschenden Steinschlaggefahr am Unfallort zur nahe gelegenen Kreuzerhütte geflogen, schilderte der Einsatzleiter weiter. Während der Versorgung verstarb der 58-Jährige an seinen schweren Verletzungen. An der Bergeaktion waren neben dem Helikopter auch Bergretter aus Mayrhofen und ein Alpinpolizist beteiligt.

Erst kürzlich war es am Sonnblick in Tirol zu einem Gletscherspalten-Unglück gekommen. Für einen 61-jährigen Bergsteiger aus Salzburg kam jede Hilfe zu spät. Er war im Laufe der Bergungsaktion immer weiter in die Tiefe gefallen (Bericht siehe Infobox).

Symbolbild

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