Mo, 24. September 2018

Studie belegt

31.08.2011 09:15

Klimawechsel ruft auch psychische Störungen hervor

Der weltweite Klimawandel verursacht nicht nur immense materielle Schäden, sondern ruft nach Erkenntnissen von Fachleuten auch erhebliche psychische Störungen hervor. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Hirnforschungsinstituts der Universität von Sydney in einer jetzt veröffentlichten Studie. Besonders Kinder sind gefährdet.

Nach den Erkenntnissen der Neurologen rufen Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürreperioden oder Orkanstürme bei vielen Menschen Depressionen, Angst- und Stresszustände sowie Traumata hervor. In einigen Fällen sei nach solchen Katastrophen ein Anstieg der Selbstmordrate um bis zu acht Prozent festgestellt worden, heißt es in der Studie.

Die Forscher konzentrierten ihre Arbeit auf Australien, das seit einigen Jahren regelmäßig von extremen Dürreperioden - genannt "The Big Dry" - sowie verheerenden Waldbränden und Überschwemmungen heimgesucht wird.

Kinder besonders anfällig für Traumata
Extreme Witterungsbedingungen hätten gravierende Folgen für die Wirtschaft; sie zerstörten Bauernhöfe, Unternehmen und manchmal ganze Dorfgemeinschaften, heißt es in der Studie. Und das habe auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Betroffen seien nicht nur Menschen, die direkt lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt waren. Belastet würden alle, die langfristig mit dem Risiko von Klimakatastrophen leben müssten, betonte Ian Hickie, Leiter des Hirnforschungsinstituts. Besonders Kinder seien anfällig für Angstzustände und Traumata nach Naturkatastrophen.

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