Do, 16. August 2018

Tödliches Fieber

12.04.2005 12:20

Schon 214 Marburg-Opfer in Angola

Das tödliche Marburg-Fieber in Angola greift weiter um sich. Bei dem jüngsten Ausbruch sind seit Oktober bereits mindestens 214 Menschen erkrankt und 194 davon gestorben. 90 Prozent der Fälle seien in der nordangolanischen Provinz Uige registriert worden, sagte eine Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

Es gebe erste Erfolge im Kampf gegen den Fieber-Ausbruch. So meldeten immer mehr Einwohner den Gesundheitsbehörden verdächtige Symptome und mögliche Marburg-Tote, sagte die WHO-Sprecherin. Gegen das Fieber, das 1967 unter anderem in Marburg nach der Übertragung durch Affen ausbrach, gibt es weder eine Impfung noch Medikamente. Die Viren werden über Körperflüssigkeiten übertragen.

Die zuvor größte registrierte Erkrankungswelle gab es in der Demokratischen Republik Kongo. Von 1998 bis 2000 starben dort 123 Menschen.

Schwer von Malaria zu unterscheiden
Nach den Worten des Tropenvirologen Herbert Schmitz ist das Marburg-Virus anfangs schwer von Malaria zu unterscheiden. Es sei daher ungewiss, wie viele Fälle es in Angola derzeit tatsächlich gebe."

Er gehe davon aus, dass es in Afrika "immer mal wieder Fälle von Marburg-Virus-Erkrankungen gibt". So viele Kranke wie jetzt in der Region Uige in Angola seien allerdings äußerst selten. Es sei davon auszugehen, dass das Marburg-Fieber dort in einem Krankenhaus übertragen wurde und sich relativ schnell ausgebreitet habe.

Überlebenschance 50 Prozent
Die Chance, die Krankheit zu überleben ist nach den Worten des Professors "etwas größer als bei Ebola". Sie betrage gewöhnlich rund 50 Prozent, wenn man in Afrika behandelt werde, bei einer Behandlung in Deutschland seien die Heilungschancen größer. Die Virus-Übertragung erfolge vor allem durch Blut, das hoch infektiös sei. Verwandte, die in afrikanischen Kliniken üblicherweise die Kranken mitversorgten, müssten auf jeden Fall fern gehalten werden. Generell sollte der Kontakt zu den erkrankten Personen nur unter größten Sicherheitsvorkehrungen erfolgen.

Nach einer Inkubationszeit von sieben bis 14 Tagen beginne die Erkrankung mit hohem Fieber, Durchfall sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Im weiteren Verlauf komme es zu Blutungen. Eine Impfung oder eine spezifische Therapie gebe es nicht, sagte Schmitz.

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