Do, 16. August 2018

Bessere Betreuung

20.08.2011 13:25

Kurz fordert "Task Force Migration" beim AMS

Für Menschen mit Migrationshintergrund soll es am Arbeitsmarkt künftig spezielle Maßnahmen geben. Konkret soll beim AMS eine "Task Force Migration" eingerichtet und ein "Migrantenindex" geschaffen werden, wie Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz im "Ö1-Radio" am Samstag forderte. Mit dem Index sollen Staatsbürger mit Migrationshintergrund erstmals speziell erfasst werden.

Ziel dieser Maßnahmen sei es, Menschen mit Migrationshintergrund, die deutlich öfter von Arbeitslosigkeit betroffen sind, künftig besser zu betreuen. Diese Gruppe sei nämlich fast doppelt so oft wie Österreicher ohne Migrationshintergrund auf Unterstützung durch das AMS angewiesen.

Kurz: Keine Stigmatisierung zu befürchten
Dass Arbeitslose durch diesen Migrationsindex zusätzlich stigmatisiert werden, glaubt Kurz nicht. Um die Erwerbstätigkeit zu steigern, mache es Sinn, zwischen Staatsbürgern mit und Staatsbürgern ohne Migrationshintergund zu unterscheiden, auch noch in der zweiten oder dritten Generation. "Manchmal gibt es Sprachdefizite, kulturelle Unterschiede oder Hürden. Darauf kann man gezielt eingehen, wenn es das Bewusstsein dafür gibt."

Mit Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer seien die Pläne abgesprochen, sagte Kurz. Man habe sich grundsätzlich auf eine Schwerpunktsetzung zum Thema Migration beim Arbeitsmarktservice geeinigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.