Do, 16. August 2018

Patriotischer Held

17.08.2011 16:31

"Captain America" kämpft wieder gegen Red Skull

Die Wall Street fällt ins Bodenlose, die amerikanische Schuldenkrise wurde mit Ach und Krach vertagt, und an den Auslandsfronten läuft es schlecht - die Vereinigten Staaten haben bessere Zeiten gesehen. Für gewöhnlich schlägt dann die Stunde der Superhelden, zumindest im Kino. Hier feiert der wohl patriotischste aller Superhelden seine Auferstehung auf der Leinwand: "Captain America" kämpft in der Alpenfestung gegen Hauptmann Schmidt, vulgo seinen Erzfeind Red Skull.

Steve Rogers (Chris Evans) ist glühender Patriot, der 1942 für sein Leben gern mit der US-Army in den Krieg ziehen würde. Die lässt den schmächtigen Hungerhaken jedoch nicht, bis der deutsche Exilprofessor Abraham Erskine (Stanley Tucci), der für die Army gegen Nazideutschland kämpft, Steve zum Kandidaten für sein Superserum kürt, das gewissermaßen Flügel verleiht.

Der frischgestählte Steve feiert fortan große Erfolge für sein Land - allerdings nur an der Showbusinessfront: Er wird Musicalstar und zieht als "Captain America" durch die Lande - im Flügelhelmchen und eng anliegenden Ganzkörperanzug in den Farben der US-Flagge. Als sein Freund Bucky (der als Kind vier Jahre in Wien aufgewachsene Sebastian Stan) jedoch aus Feindesland zu retten ist, zieht Captain America tatsächlich in den Krieg - einen bunt zusammengewürfelten Trupp trinkfester Kameraden im Schlepptau und die angehimmelte Peggy Carter (Hayley Atwell) in Reichweite.

Dort bekämpft er seinen Erzfeind, den Nazihauptmann mit dem diabolischen Namen Johann Schmidt (Hugo Weaving, der bereits in der englischen Namensvariante Smith in der "Matrix"-Trilogie reüssierte), der einst von Professor Erskine behandelt wurde und dabei einen hochroten Schädel davontrug, gleichsam ein totenkopfartiges Gesicht in Hummerfarbe.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film:
3D-verbrämte martialische Kriegsfilmactionskost, die mitunter die Reaktionsfähigkeit der Kinobesucher testet, Fanfaren-beschallt auf die Pathostube drückt, aber spürbare Distanz zur propagandistischen Vorlage bewahrt und in Hayley Atwell eine heiße US-Agentin hat. Letztlich lebt das Fantasy-Spektakel vom Charisma des sympathischen Verfechters universeller Ideale wie Freiheit und Gerechtigkeit. Dass dieser dabei auch noch gut aussieht, ist ja kein Manko.

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