23.03.2005 20:19 |

Schatztaucher

Antikes Schiffwrack in Rekordtiefe gefunden

Ein antikes Schiffswrack ist in 485 Metern Tiefe im Ägäischen Meer entdeckt worden. "So tief haben wir in der Ägäis noch nie ein Wrack gefunden", sagte ein Sprecher des griechischen Kulturministeriums am Mittwoch im Rundfunk.
Archäologen und Meeresforscher stießen nahe der Kykladen-Insel Kythnos auf das Wrack. Es handle sich um ein Frachtschiff. Die Wissenschaftler konnten bei einer aufwendigen Tauchaktion mit einem Spezial-U-Boot bereits eine lebensgroße Bronzestatue eines Jünglings aus der Zeit um 420-400 v. Ch. bergen. Von der Statue fehle der Rechte Arm, der Kopf und ein Bein. Sie werde zurzeit restauriert, hieß es.


Darüber hinaus wurden den Angaben zufolge "unzählige Amphoren" gesichtet. Alle seien in einem sehr guten Zustand. Die Archäologen mussten jedoch die Forschungen zunächst unterbrechen. "Wir werden später erneut versuchen, in diese Tiefe zu gehen", sagte die Archäologin, Ekaterini Dellaporta, der griechischen Presse. Vor allem die Kosten solcher Aktionen seien "enorm". Allein die erste Tauchaktion mit dem U-Boot habe rund 88 000 Euro gekostet.
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