Di, 14. August 2018

Faustball-WM

12.08.2011 20:24

Österreich zittert sich ins Finale gegen Deutschland

Titelverteidiger und Gastgeber Österreich hat mit Mühe das Endspiel der 13. Faustball-WM der Herren erreicht. Die Mannschaft von Teamchef Winfried Kronsteiner setzte sich am Freitagabend im Waldstadion Pasching gegen Außenseiter Argentinien knapp mit 4:3 (2, 5, -9, -10, 6, -10, 5) durch und trifft im Kampf um das insgesamt zweite WM-Gold am Samstag auf Deutschland. Der neunfache Rekord-Champion hatte zuvor den zweifachen Weltmeister Brasilien mit 4:1 (5, 5, 4, -8, 6) besiegt.

Deutschland hat alle fünf bisherigen Final-Duelle mit Österreich gewonnen (zuletzt 1992) und in der Zwischenrunde den Gastgebern mit 3:1 die bisher einzige Niederlage zugefügt. Argentinien, der mehrfache WM-Fünfte, hatte im Viertelfinale die Schweiz eliminiert und bereitete bei seiner Halbfinal-Premiere auch Österreich unerwartet große Probleme.

Die Lokalmatadore begannen perfekt und schienen nach raschem Gewinn der ersten zwei Sätze einem sicheren Sieg entgegenzusteuern. Doch in der Folge schlichen sich Fehler ein (im 4. Satz gingen die Gäste nach zwei Servicefehlern 8:5 in Führung) und die Südamerikaner punkteten durch Martin Vazquez in Serie. Argentinien schaffte so den Satzgleichstand und glich auch die 3:2-Führung der Österreicher aus. Also musste der letzte Satz entscheiden.

Martin Weiß als Matchwinner
Nach ausgeglichenem Beginn holte der regierende Champion in der Entscheidung einen Vorteil heraus und zog von 2:3 auf 8:3 davon. Nicht zuletzt dank zahlreicher Punkte von Martin Weiß, der die Partie im Finish zugunsten des Favoriten entschied. "Das ist meine fünfte WM, ich habe gegen Argentinien noch nie verloren und meine Routine hat mir sicher geholfen", erklärte der Oberösterreicher. "Das Team hat bis zum Schluss gekämpft, am Schluss ist auch das Zuspiel wieder gekommen."

Man habe nach dem Sieg der Argentinier über die Schweiz von deren Gefährlichkeit gewusst. "Wir haben gewusst, dass wir nach dem 2:0 nicht nachlassen dürfen, leider ist genau das passiert. Wir hatten Riesenglück, dass wir das noch herumgebogen haben", sagte Martin Weiß, der vom Teamchef für die Heim-WM ins Aufgebot zurückgeholt worden war.

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