Mo, 24. September 2018

In Bayern geschnappt

12.08.2011 16:08

5 Afghanen reisten mit Taxi illegal von Wien nach D

Mit einem Taxi haben sich am Donnerstag fünf junge Afghanen von Wien bis nach Deutschland schleusen lassen. Kurz nach der Einreise in Bayern hielt die Polizei jedoch das Fahrzeug an, schob die beiden Erwachsenen umgehend wieder nach Österreich ab, während drei noch Jugendliche dem Jugendamt in Bad Reichenhall übergeben wurden.

Es komme immer wieder vor, dass Menschen illegal mit dem Taxi einreisen, sagte am Freitag Rainer Scharf, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Rosenheim. Auf Höhe der Anschlussstelle Anger Nord in Bayern zogen Fahnder der Bundespolizei das Taxi aus dem Verkehr.

Für Schleusung Tausende Euro bezahlt
Der 47-jährige Taxler konnte sich ausweisen, die Fahrgäste - zwei Erwachsene im Alter von 18 und 25 Jahren, sowie drei Minderjährige im Alter von zwölf, 15 und 17 Jahren – hingegen nicht. Die Fünf gaben an, aus Afghanistan zu stammen und seit Wochen unterwegs gewesen zu sein. Für ihre Schleusung hätten sie oder ihre Angehörigen Tausende Euro zahlen müssen. Von Wien aus kümmerten sich die Afghanen schließlich selbst um ihre Weiterreise und arrangierten die Taxifahrt.

Kein Nachweis auf strafbare Handlung des Taxilenker
Dem aus Wien stammenden Taxilenker konnte keine strafbare Handlung nachgewiesen werden. Es werde aber jeder Einzelfall genau geprüft, denn mitunter würden Taxilenker ganz bewusst Menschen über die Grenze schleusen. Stelle sich heraus, dass es schon länger vor Fahrtantritt Kontakt zwischen Chauffeur und Fahrgästen gegeben habe, werde Anzeige erstattet.

Erst kürzlich sei ein österreichischer Taxler erwischt worden, der für die Fahrt keinen Auftrag der Taxizentrale hatte, so Scharf. Von einer Häufung solcher Fälle könne man aber nicht sprechen.

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