Die Staatsanwaltschaft wirft zwei mehrfach vorbestraften Salzburgern schweren Raub vor. Grundlos sollen sie zwei Schüler attackiert haben. Streitpunkt beim Prozess am Mittwoch: Wurde ein Messer gezückt?
Unbelehrbar! Gerade mal zehn Tage aus dem Gefängnis raus, und schon die nächste Straftat: Ein neunfach vorbestrafter Salzburger (26) hat laut Anklage am 6. Mai mit einem sechsfach vorbestraften Freund (18) zwei Schüler (14, 15) vor einem Wettlokal auf der Ignaz-Harrer-Straße angegriffen und ausgeraubt. Offenbar grundlos und spontan. „Eigentlich wollte ich eine Drogen-Therapie machen. Ich bin aber wieder zu den falschen Leuten, das war dumm“, erklärte der Erstangeklagte beim Prozess am Mittwoch im Landesgericht. Er sei unter Drogen- und Alkohol-Einfluss gestanden. Einer der Schüler soll ihn am Gehsteig mit dem Rad angestoßen haben: „Da hab ich ihm gleich drei Watschen gegeben.“ Den Einsatz eines Messers bestreiten beide Angeklagten vehement, obwohl die beiden Opfer und zwei Augenzeugen ein solches gesehen haben. Vor der Richterin betonten die Schüler: „Es war ganz sicher ein Messer, zu 100 Prozent.“
Opfer fürchteten um Leben
Münzgeld und ein Handy sollen die Raub-Beute gewesen sein. Auch dies bestreiten die Angeklagten: „Wir haben nichts von den Jungs verlangt.“ Eines der beiden Opfer musste nach der Tat Therapie-Stunden nehmen: „Ich konnte danach nicht mehr schlafen und hatte Albträume.“ Der andere Schüler: „Ich hatte Angst um mein Leben.“
Beide Angeklagten drohen jahrelange Haftstrafen. Die Richterin vertagte den Prozess.
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