In normalen Zeiten wäre es ein Generationswechsel in einer Führungsposition wie viele andere. In Zeiten des verrückt spielenden Energiemarktes wird die Pensionierung von Energie-Koordinator Franz Huemer für die Stadt Salzburg zur heiklen Sache. Denn Huemer, der sich in vielen Jahren Fachwissen und ein großes Netzwerk aufgebaut hat, wird schwer zu ersetzen sein.
Sein Posten ist als „Schlüsselstelle“ deklariert. Das heißt Huemers Nachfolger darf bereits vor dessen Abgang angestellt werden, um die Weitergabe des Wissens sicherzustellen. Huemer wird im kommenden Frühjahr in Pension gehen. „Die Ausschreibung ist in Vorbereitung“, sagt Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste).
Dass die Stadt aktuell – noch – keine großen Energiepreis-Sorgen hat, liegt auch an Huemer. „Da ist sehr vorausschauend agiert worden“, lobt Berthold. Der Strompreis ist noch bis Ende 2023 gesichert, der Gaspreis bis Ende 2024. Für die Zeit danach hat der Bauausschuss beschlossen, dass die Stadt beim Energie-Einkauf je nach Preislage auf den Strom- und Gasbörsen flexibler agieren kann. Lieferant bleibt laut aktuellem Liefervertrag bis mindestens 2029 die Salzburg AG.
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