FIFA-Präsident Joseph Blatter sieht in fehlenden wirksamen Kontrollen einen entscheidenden Grund für die Existenz bedrohende finanzielle Situation von europäischen Fußball-Proficlubs. Es sei Aufgabe der nationalen Ligen und Verbände, "den Profifußball zu kontrollieren und zu schauen, wie gewirtschaftet wird", betonte Blatter.
Derzeit werde "keine richtige Kontrolle" gemacht.Der Weltverband FIFA oder die Europäische Fußball-UnionUEFA können in ökonomische Fragen nicht eingreifen."Stellen Sie sich vor, in Europa würden UEFA oder FIFA jetzteingreifen in das wirtschaftliche Gesetz von Angebot und Nachfrage.Das kann man gar nicht", betonte Blatter.
Fantasie-Budgets Das große Problem sei die Überschuldungder Clubs, "wenn man sich auf Grund von eventuellen Teilnahmenan Wettbewerben ein Budget ausrechnet", sagte der 68-jährigeFIFA-Chef. Die aktuelle Entwicklung beim ehemaligen Champions-League-SiegerBorussia Dortmund könne er nicht verstehen: "Ein Club, derin jedem der Heimspiele rund 80.000 Zuschauer hat - und er kannnicht überleben? Da fehlen mir die Worte." Blatter appelliertean die Verantwortlichen des BVB und anderer Vereine der so genannten"G 14", einen Sparkurs einzuschlagen und keine Spieler mehr ausVerträgen heraus zu kaufen: "Die müssen zur Vernunftkommen."
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