23.02.2005 08:59 |

Filme per DSL

Videos aus der Telefonleitung

Forscher von MainConcept und Siemens haben ein System entwickelt, mit dem sich via DSL Videos auf den TV-Bildschirm laden lassen. Bisher scheiterten derartige Versuche an den riesigen Datenströmen die für eine gute Bildqualität erforderlich sind. Das System kann jedoch durch neue Videostandards die Bilddatenströme extrem komprimieren und erlaubt "ruckelfreien" Videogenuss.
Mit dem Verfahren sind die Forscher der Ideedes Fernsehers als Multimedia-Zentrale ein gutes Stück nähergekommen. Ein TV wird mit einem Zusatzgerät, einer so genanntenSet-Top-Box, an die Telefonleitung angeschlossen. Ganz ohne Programmier-und Computerkenntnisse lassen sich anschließend per FernbedienungInternetseiten aufrufen, Video-Telefonkonferenzen führenoder Videos abrufen.
 
Vor allem Video-on-Demand (Video auf Wunsch) giltunter Experten als viel versprechend. Der Gang in die Videotheksoll damit überflüssig werden. Ein Tastendruck auf dieFernsteuerung genügt, schon lässt sich per Telefonleitungder Lieblingsfilm auf die Mattscheibe holen. Bislang scheitertediese Zukunftsvision jedoch an der Größe der notwendigenBildmenge.
 
Durch das neue System, das Videobilder mit demneuen Kompressionsstandard in platzsparende Datenpakete wandelt,diese effektiv via DSL-Leitung verschickt und am Fernseher schließlichin ein fließendes Videobild umsetzt, kann das Multimedia-TVaber bald zur Realität werden. Zur Übertragung nutztendie Siemens-Forscher den üblichen MPEG-2-Standard. Das MPEG-2-Signalbesteht aus einem Transportstrom und einem Informationsstrom.Während der MPEG-2-Transportstrom unangetastet blieb, gelanges den Forschern den Informations-MPEG-2-Strom durch H.264 zuersetzen.
 
(pte)
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