346 Euro Sportwetten-Coupons erbeutete der Angeklagte. Dabei dachten seine Opfer, sie würden ihm nur beim Zigarettenkauf helfen. Mit den Wertscheinen kaufte sich der Mann Drogen. Nach und nach gestand er im Wiener Landesgericht seine Betrugsmasche.
„Ich bin das neunte Mal vor Gericht. Ich war immer schuldig, aber jetzt nicht!", verantwortet sich der Angeklagte im Wiener Landesgericht am Anfang der Verhandlung. Er soll fünf Opfer beim Zigarettenautomaten ausgetrickst haben: Er bat sie höflich, ihre Bankomatkarte für den Alterscheck verwenden zu dürfen, und kaufte damit aber Coupons für Sportwetten. Der Mann erbeutete mit der Masche 346 Euro.
Geständnis nach dem zweiten Zeugen
Während er anfänglich strikt an seiner Unschuld festhält, ändert sich das nach der Befragung der ersten Zeugin. Sie will er bei dem Zigarettenautomaten betrogen haben - alle anderen jedoch nicht.
Es braucht noch einen zweiten Zeugen und ein Gespräch mit seinem Anwalt Philipp Winkler, und er knickt letztendlich ein: „Ich bin schuldig! Ich habe das alles wegen meiner Drogensucht gemacht.“
Wertgutscheine für Heroin
Mit den Coupons habe er sich Heroin gekauft. „Schicken Sie mich in eine Therapie“, bittet der Angeklagte Richterin Tea Krasa. Darüber wird aber noch ein Gutachten entscheiden. Das rechtskräftige Urteil lautet 5 Monate Haft!














Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).