Empörte Anrainer

Bei Bau der Ortsdurchfahrt drohen Zwangsablösen

Oberösterreich
16.07.2022 12:00

Rund um die Errichtung der Scharnsteiner Ortsdurchfahrt kritisieren Anrainer, dass bei dem Projekt über sie „Drübergefahren“ wird.

Als langjähriger Straßenmeister hat sich der Scharnsteiner Bürgermeister Rudolf Raffelsberger (VP) bei vielen Baustellen schon einiges anhören müssen. Nun aber steht er bei seinem Prestigeprojekt, der Ortsplatzneugestaltung samt Erneuerung der B…120, in der eigenen Gemeinde unter heftigem Beschuss.

Kritik an langer Sperre
Wie berichtet, haben Wirtschaftstreibende die Notwendigkeit der mehrmonatigen Straßensperre durch den Ort stark in Frage gestellt und sich über hohe Umsatzrückgänge beschwert, da sie auf den Durchzugsverkehr angewiesen sind.

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Eigentlich ist es bei einem Projekt üblich, dass man zuerst mit den betroffenen Besitzern über notwendige Grundablösen spricht und dann erst plant.

Max Ebenführer, SP-Vizebürgermeister


Nun sind vier weitere Anrainer, die für die Errichtung des Geh- und Radweges rund 1000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stellen sollen, nicht gut auf Raffelsberger zu sprechen. Über sie soll „drübergefahren“ worden sein. „Eigentlich ist es bei einem Projekt üblich, dass man zuerst mit den betroffenen Besitzern über notwendige Grundablösen spricht und dann erst plant. Hier wurde es genau umgekehrt gemacht“, kann SP-Vizebürgermeister Max Ebenführer den Unmut nachvollziehen.

Bau könnte sich verzögern
Geben die Grundstückbesitzer nicht nach, drohen Zwangsenteignungen und damit mehrjährige Prozesse, die das Projekt verzögern könnten. Ebenführer schlägt als Alternative vor, auf die geplanten Trennstreifen auf der B 120 zu verzichten. „Dann bliebe mehr Raum für den Geh- und Radweg.“

Ortschef ist zuversichtlich
Raffelsberger hält davon wenig. „Die Trennstreifen engen die Fahrbahn ein, dadurch wird der Verkehr verlangsamt“. Zu den Problemen mit den Grundablösen meint er: „Man kann erst verhandeln, wenn man exakte Pläne hat. Es sind aber nur noch drei Ablösen offen, bei einer schaut es gut aus. Die anderen zwei Grundstücke gehören einer Familie, das sind die stärksten Kritiker.“

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