Hokuspukus zu Ende

"Gesundbeterinnen" suchten ihre Opfer in Spitälern in OÖ

In Spitälern in Linz und Wels sollen sich zwei Serbinnen auf die Lauer gelegt haben. Ihren Opfern – durchwegs verzweifelte, allein stehende Frauen oder Mütter mit Kinderwägen – erzählten die Beschuldigten, sie mit einem "Fluch" belegt zu haben und versprachen danach Heilung. Mit dieser Masche habe das Mutter-Tochter-Duo Zigtausende Euro ergaunert, so die Polizei.

Der Hokuspokus ist zu Ende: Die 45-jährige Ljiljana R. und ihre 19-jährige Tochter Salena sitzen hinter Schloss und Riegel. Die Verdächtigen waren gefasst worden, nachdem sie einer gutgläubigen Mutter aus Wien 50.000 Euro aus der Tasche gezogen hatten.

Die beiden mutmaßlichen Betrügerinnen sollen ihre Opfer massiv unter Druck gesetzte haben, nutzten deren verzweifelte Lage schamlos und kaltblütig aus. Wobei ihnen, so ein Ermittler, ihre gute Menschenkenntnis zugute kam. So gibt es auch Hinweise, dass die Gauner-Heiler einer Frau in Tirol für eine Spenderniere sogar 160.000 Euro abgeknöpft haben sollen.

Überprüft wird jetzt auch der Fall einer 48-Jährigen aus dem Großraum Linz: Sie soll ja ebenfalls von einer "Hexe" mit einem Fluch belegt worden sein. Worauf sie für die versprochene Heilung in Sitzungen um insgesamt 54.000 Euro betrogen worden war.

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Dienstag, 02. März 2021
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