23.07.2011 12:13 |

Norwegen-Anschläge

Fischer über "verbrecherischen Terror" entsetzt

Bundespräsident Heinz Fischer hat sich am Samstag "entsetzt über den verbrecherischen Terror in Norwegen, der so viele Menschenleben ausgelöscht hat", geäußert. Zugleich verurteilte er in einer Aussendung die Tat auf das Schärfste. Auch Bundeskanzler Werner Faymann zeigte sich tief betroffen und fassungslos angesichts der Nachrichten über das Ausmaß der Terrorkatastrophe in Norwegen: "Es ist entsetzlich, wie unschuldige Menschen Opfer abscheulicher und hinterhältiger Gewalt wurden, darunter besonders viele junge Menschen."

"Unsere Anteilnahme gehört den Opfern und Angehörigen in dieser schweren Stunde, aber auch dem norwegischen Volk, dem wir uns ganz besonders verbunden fühlen", erklärte der Bundespräsident. Darüber hinaus richtete Fischer nach Angaben der Präsidentschaftskanzlei ein Kondolenzschreiben an den norwegischen König Harald V., in dem er das Mitgefühl des österreichischen Volkes zum Ausdruck brachte.

"Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes"
Bundeskanzler Werner Faymann sprach von einer "Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes für die norwegische Bevölkerung". "Ich bin geschockt, welches Leid und Unheil von Extremismus und Hetze verblendete Menschen anrichten können." Sein Mitgefühl gelte den Opfern sowie ihren Familien und Freunden, so Fayman, der Norwegen im Namen der Bundesregierung bereits am Freitag Hilfe und Unterstützung angeboten hatte.

Die feigen Bombenanschläge in Oslos Regierungsbezirk und die kaltblütigen Morde auf der Insel Utöya zeigten, so Faymann weiter, "dass wir Demokratinnen und Demokraten weltweit alles dafür tun müssen, um den Anfängen zu wehren, dass wir dem Extremismus und dem Terrorismus entschieden und mit aller Kraft entgegen treten und alle antidemokratischen und inhumanen Ideologien mit allen Mitteln des Rechtsstaates bekämpfen müssen".

Vizekanzler Außenminister Michael Spindelegger betonte, Österreich stehe Norwegen in dieser schweren Stunde zur Seite. Der ÖVP-Bundesparteiobmann äußerte sein Entsetzen über "diesen beispiellosen Gewaltakt".

Glawischnig verurteilt "rechtsextreme Wahnsinntat"
Auch Grünen-Chefin Eva Glawischnig reagierte mit tiefster Erschütterung auf den Terrorakt. "So viele unschuldige Menschen mussten aufgrund dieser rechtsextremen Wahnsinnstat sterben. Dieser Terror ist aufs Schärfste zu verurteilen", sagte Glawischnig. Besonders betroffen mache, dass es sich um Kinder und Jugendliche handelt. "Unsere Gedanken sind beim norwegischen Volk."

Bucher entsetzt von "grauenhafter Kaltblütigkeit"
BZÖ-Bundesobmann Josef Bucher verurteilte "diesen feigen und hinterhältigen terroristischen Doppelanschlag" ebenfalls auf das Schärfste: "Ich bin zutiefst betroffen und entsetzt, mit welcher grauenhaften Kaltblütigkeit und Brutalität diese gestrigen Anschläge durchgeführt wurden. Insbesondere die begangene Gräueltat in einem Feriencamp an den Kindern und Jugendlichen gehört zu den verwerflichsten Verbrechen überhaupt", sagte Bucher und sprach den Menschen in Norwegen sein "tiefstes Mitgefühl" aus.

FPÖ: "Es ist höchst abscheulich"
Auch FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky verurteilte die Terroranschläge in Norwegen auf das Schärfste. "Es ist höchst abscheulich, wie hier junge Menschen gezielt getötet wurden. Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen der Opfer und dem gesamten norwegischen Volk", so Vilimsky, der in einer Aussendung seiner Partei zugleich die Hoffnung ausdrückte, dass die genauen Motive und Hintergründe der abstoßenden Taten aufgearbeitet und sämtliche daran beteiligten Personen gefasst und bestraft werden.

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