Noch immer gilt Telefonieren beim Autofahren vielen als Kavaliersdelikt, dabei können die Folgen fatal sein.
Im vergangenen Jahr hat die Exekutive in Vorarlberg rund 3800 Autolenker beim Telefonieren mit dem Handy ohne Benutzung einer Freisprechanlage erwischt. Zwar ist das ein geringerer Wert als in den vergangenen drei Jahren, doch geht der Verkehrsclub Österreich davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher liegt.
„Zu viele meinen, es wäre ein Kavaliersdelikt, und sind sich der fatalen Folgen nicht bewusst, die das Handy-Telefonieren während des Autolenkens haben kann“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. „Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so schlecht wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille. Handy-Telefonierende Autofahrer reagieren etwa um eine halbe Sekunde später.“
Mehr Kontrollen gefordert
Auch das Strafmaß für dieses Delikt - 50 Euro Geldbuße - steht für Schwendinger nicht in Relation zu den Folgen, die das Delikt nach sich ziehen kann. Deshalb plädiert er für einen Eintrag im Vormerksystem, so wie das in vielen anderen EU-Staaten bereits der Fall ist - und für stärkere Kontrollen.








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