27.05.2022 12:34 |

Giro d‘Italia

Felix Gall: „Viele haben ganz schöne Macken“

Rituale im Sport sind allgegenwärtig. Wer kennt nicht Tennis Star Raffael Nadals Ticks vor einem Aufschlagspiel? Auch im Radsport sind Rituale weit verbreitet, wie der Osttiroler Felix Gall vom Giro d‘Italia berichtet. Apropos Osttirol: Dort findet am 12. Juni mit dem SuperGiroDolomiti einer DER härtesten Radmarathons Europas statt! Und Gall erzählt auch, warum der letztjährige Tour-de-France-Dritte lieber nach Osttirol als in die Toskana fährt! Wir verlosen übrigens auch einen Startplatz für die traditionsreiche Dolomitenradrundfahrt oder wahlweise auch die SuperGiroDolomiti - inklusive Hotelübernachtung für 2 Personen und einem Meet & Greet mit Felix Gall!

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Die letzte Woche des Giro d‘Italia ist in vollem Gange. Eine schwere Bergetappe folgt der nächsten. Felix Gall bestreitet seine erste dreiwöchige Rundfahrt und leidet schon extrem auf und abseits vom Rad: „Ich bin schon ziemlich fertig. Die letzte Woche plagten mich ziemliche Sitzprobleme. Da ist man ziemlich machtlos, außer mit Cremes einschmieren geht sonst nicht viel. Zudem verändert sich die Position am Rad, wodurch es muskulär zu ziemlichen Problemen kommt, weil man andere Muskelpartien beansprucht. Aber wenn man mit Kollegen im Feld redet, fühlt sich keiner mehr gut. Bei vielen läuft der Motor (Anm. die Beine) nicht mehr so wie sie sollten. Ich schaue von Tag zu Tag und hoffe, dass ich noch einen guten Tag erwische.“

Was haben Gall und Degenkolb gemeinsam?
Der Giro d‘Italia führt über 3500 Kilometer quer durchs Land der Tifosi. „Bei den italienischen Profis und generell Sportlern sind die Themen Aberglaube und Religion sehr präsent. Vor den Starts bekreuzigen sich viele von ihnen, der ehemalige Giro-Sieger Vicenzo Nibali ist hier ein Vorreiter. Auch sieht man öfter Madonnen auf Helmen oder unter den Satteln montiert“, beschreibt Felix Gall. Er selbst bezeichnet sich nicht als abergläubisch, doch es gibt einige Dinge, die man nach Etappen im Hotel einfach nicht macht: „Wie zum Beispiel reichen wir beim Essen nie das Salz über den Tisch, wir schieben es immer drüber.“ Das ist auch eine Marotte von John Degenkolb, ehemals Gewinner von Paris-Roubaix und Mailand-San Remo. Der Deutsche treibt es sogar noch weiter: Angeblich zieht er sich zuerst immer den rechten Schuh an - das bringt Glück.

Rituale werden oft belächelt, sie sind aber nicht nur im Sport wichtig. Durch immer gleiche Abläufe sind Sportler fokussierter. Wie zum Beispiel „His Airness“ Michael Jordan, der unter seinen Chicago-Bulls-Shorts immer die Hosen seines Uni-Teams von North Carolina trug. Ohne diese ging gar nichts. Der sichtbare Effekt: Seine NBA-Kollegen taten es ihm gleich. Die langen Shorts im Basketball waren geboren.

„Eine lustige Geschichte habe ich auch von Laura Trott gehört. Die britische Radrennfahrerin - vierfache Olympiasiegerin und siebenfache Weltmeisterin - gewann ihr erstes Junioren-Gold mit einer nassen Socke. Deshab steht sie vor jedem Rennen auf einem nassen Frotteetuch. Bisher hat es ihr geholfen“, schmunzelt Gall, der 2016 selbst erster Junioren-Weltmeister Österreichs wurde.

Warum Richie Porte lieber nach Osttirol als in die Toskana fährt
Sollte es an den langen Tagen im Sattel beim Giro d‘Italia mal ruhiger zugehen, gibt es auch die Möglichkeit für kurze Gespräche. „Natürlich rede ich viel mit meinen Landsleuten Patrick Gamper oder Tobias Bayer. Aber etwas Kurioses trug sich am Sonntag zu: Da kam Richie Porte zu mir, er wurde ja im Vorjahr Dritter bei der Tour de France. Wir haben uns zuletzt bei der Tour of the Alps kennengelernt. Er meinte zu mir, die beiden Etappen dort durch Osttirol hätten ihm so gefallen, dass er künftig lieber nach Osttirol als in die Toskana kommt. Er meinte: It‘s fucking beautiful there.“

Ein Hauch vom Giro d‘Italia in Osttirol
Er zählt zu einem der härtesten Radmarathons Europas - SuperGiroDolomiti, der am 12. Juni gleich mit der Dolomitenradrundfahrt ausgetragen wird. Start und Ziel befinden sich in Lienz. Die mega-schwere Strecke führt über 228 Kilometer und 5450 Höhenmeter von Osttirol über Kärnten, Italien wieder zurück nach Lienz. Insgesamt vier steile Anstiege sind dabei zu absolvieren: der Plöckenpass gleich zwei Mal, der Kartitscher Sattel und auf italienischem Boden der Monte Zoncolan (1731m). Er gilt als einer der schwersten Radberge Europas und war schon öfter Etappenziel des Giro d‘Italia.

Ex-Sportstars Martin Koch und Thomas Rohregger dabei
Anmeldungen können noch bis kurz vor dem Start in Lienz vorgenommen werden. Übrigens, die kürzere Variante, die Dolomitenradrundfahrt, nehmen auch Ex-Skisprungstar Martin Koch und der ehemalige Rundfahrtssieger Thomas Rohregger in Angriff. Für sie lautet aber eher das Motto: gemütlich durch die wildromantischen Lienzer Dolomiten.

Startplatz für Österreich ältesten Radmarathon gewinnen
Mit krone.at haben Sie jetzt auch die Chance, selbst in Osttirol ihr Fahrrad-Können unter Beweis zu stellen.Wir verlosen einen Startplatz für den ältesten Radmarathon Österreichs, der Dolomitenrundfahrt, oder wahlweise die noch herausforderndere SuperGiroDolomiti am 12. Juni 2022.

Die Strecke führt durch die umweltfreundlichste Region Europas und kann vom Flair nicht mehr so leicht getoppt werden. Tausende begeisterte Zuschauer säumen den Straßenrand, Musikkapellen spielen in den Dörfern zur Erheiterung und Motivation der Radsportler auf! Aber auch die eindrucksvolle Naturlandschaft lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen. Der große Applaus für jeden Teilnehmer im Ziel in der Lienzer Altstadt und ein unvergessliches Radsporterlebnis zählen zu den bleibenden Eindrücken!

  • 1x Startplatz (entweder für die Dolomitenrundfahrt oder SuperGiroDolomiti mit allen Geschenken)
  • 2 Übernachtungen in einem 4* Hotel mit Verpflegung für 2 Personen
  • Meet und Greet im Anschluss und Abendessen mit Felix Gall

Einfach unten im Formular Dolomitenrundfahrt oder SuperGiroDolomiti auswählen und schon machen Sie mit. Alle Infos zur Dolomitenrundfahrt finden Sie online auf www.dolomitensport.at/de/dolomitenradrundfahrt.

Das Gewinnspiel ist beendet!

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Mittwoch, 29. Juni 2022
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