16.05.2022 22:22 |

Kinotickets gewinnen!

Michelle Yeoh im genialen Multiversum-Meisterwerk

Multiversen sind dank Marvel der letzte Schrei. Aber nur wenige Filme sind so originell oder beseelt wie „Everything Everywhere All at Once“ (ab 20. Mai im Kino). Eine metaphysische Actionkomödie mit einer famosen Michelle Yeoh und ein Film, der wirklich seltsam, surreal und auch sentimental ist. Die schwindelerregende Natur des Films wird nicht jedermanns Sache sein, aber es lohnt sich. krone.at verlost 3x2 Tickets für das WAHRE Multiversum-Meisterwerk im Mai!

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Das Leben von Evelyn Wang (Michelle Yeoh) ist nicht unbedingt so gelaufen, wie sie sich das vorgestellt hat. Die Waschsalonbesitzerin hat Ärger mit dem Finanzamt, steht vor der Scheidung und auch die Beziehung zu ihrer Tochter ist nicht die beste. Just als Evelyn bei ihrer Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) ist, löst sich ihre Realität jedoch in zahlreiche weitere auf. Und sie erfährt, dass das Schicksal dieses Multiversums einzig und alleine von ihr abhängt. Ihre Ungläubigkeit ist alsbald Geschichte, als sich Evelyn mit einem Male im Kampf gegen das unbekannte Böse befindet.

„Terminator“, „Matrix“ und Co. lassen grüßen
Nach dem banalen Einstieg wechselt der Film nach rund 20 Minuten den Ton und die Geschwindigkeit, und wir werden Zeuge eines Szenarios, das an klassische Science-Fiction-Filme wie „Terminator“ oder „Matrix“ erinnert, aber es gibt auch eine Hommage an Disneys „Ratatouille“. Evelyn ist eine Art „Auserwählte“. Sie muss lernen, sich mit mehreren Universen zu verbinden und die Fähigkeiten nutzen, die „andere Evelyns“ in ihren Welten erworben haben (ähnlich wie Neo Kung Fu herunterladen konnte), um ihre Familie und das Multiversum zu retten.

Aber der Vergleich mit diesen anderen Filmen, kommt nicht annähernd an den skurrilen Ton heran, der auch eine Menge Herz hat. Im Kern dieser herrlich chaotischen Kopf-Reise steckt eine beseelte Geschichte über familiäre Beziehungen und nicht gegangene Wege. Träume, denen man nicht gefolgt ist, und Erwartungen, die man einst vielleicht hatte. Wie wäre das Leben, wenn man andere Entscheidungen getroffen hätte?

Von der Kung-Fu-Kämpferin über die Piñata bis zum Stein
Es ergibt nicht immer Sinn, aber es macht wirklich Spaß. In verschiedenen Welten ist Evelyn eine Mutter, eine Kung-Fu-Kämpferin, und auf einer Kindergeburtstagsfeier ist sie eine Piñata. In einem Universum hat jeder schlaffe „Würstel-Finger“ und Michelle Yeoh und Jamie Lee Curtis spielen ein lesbisches Paar, die mit ihren Füßen Klavierspielen. In einer anderen Welt ist sie ein Stein. Es klingt absurd, weil es so ist.

Die großartige Michelle Yeoh wechselt spielerisch zwischen diesen Identitäten hin und her. Dazu gehört eine Martial-Arts-Schauspielerin, die sich nicht so sehr von ihrer echten Person unterscheidet. Der Hongkong-Actionstar ist bekannt aus Filmen wie „Tiger and Dragon“, „James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie“, und „Crazy Rich Asians“.

Aber der „sleeper Star“ des Films ist Ke Huy Quan, ein ehemaliger Kinderschauspieler aus den 1980er Jahren (aus „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Goonies“), der ein bisschen was von Jackie Chans Albernheit und Charisma hat. Eine seiner Kampfszenen, Stichwort Bauctasche, zählen zu den vielen Highlights des Films. Jackie Chan war übrigens auch die erste Wahl für die Hauptrolle des Films, zum Glück kam es aber anders und Michelle Yeoh macht sich heute über ihren Star-Kollegen lustig, weil er diese einmalige Chance nicht erkannt hatte.

Regie-Duo auf bizarre Filmkost spezialisiert
Unter der Regie und dem Drehbuch der Daniels (alias Daniel Kwan und Daniel Scheinert) ist „Everything Everywhere All at Once“ ein Film, der wirklich nur als bizarr beschrieben werden kann. Ihr voriger „Swiss Army Man“ (2016) mit Paul Dano und Daniel Radcliffe beginnt als ein Film mit einem Mann, der kurz vor dem Selbstmord steht, bevor er in eine existenzialistische Komödie übergeht, in der es um die Bindung zu einer furzenden Leiche geht. In ihrem Kurzfilm „Interesting Ball“ führt ein kosmisches Ereignis dazu, dass Daniel Scheinert in Daniel Kwans Rektum gesaugt wird. Ihre Filme mögen auf den ersten Blick trivial erscheinen, aber sie sind skurril, nihilistisch und bereit, sich den großen Fragen des Lebens zu stellen.

Kinostart von „Everything Everywhere All at Once": 20. Mai

Wir verlosen 3x2 Kinotickets für die herrlich skurille Action-Komödie mit Michelle Yeoh!

Das Gewinnspiel ist beendet, wir bedanken uns für die zahlreichen Teilnahmen!

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