03.02.2005 10:28 |

Verschoben

Sumatra verschob sich durch Tsunami

Die indonesische Insel Sumatra ist durch das Erdbeben vor der Tsunami-Katastrophe am zweiten Weihnachtstag um 36 Zentimeter verschoben worden.
Wie die Kopenhagener Zeitung "Berlingske Tidende"am Mittwoch berichtete, ermittelten Wissenschaftler des DänischenRaumfahrtzentrums durch systematische Auswertung des globalenPositionssystems GPS, dass die Verschiebung der von der Flutkatastrophebesonders hart getroffenen Insel wesentlich geringer ausfiel alszunächst angenommen.
 
In Medienberichten war dabei von Verschiebungenum 36 Meter die Rede. Der zuständige Sprecher des dänischenForscherteams, Shfagat Abbas Khan, sagte über das eigeneMessergebnis: "Wir konnten sehen, dass die Position der Inselgenau zum Zeitpunkt des Bebens verändert worden ist." DieGruppe hatte alle Positionsmeldungen von GPS-Stationen rund umSumatra in den vergangenen vier bis fünf Jahren ausgewertet.
 
In der Provinz Aceh am Nordende von Sumatra kamenmehr als 100.000 Menschen durch die Tsunamiwelle ums Leben. Europahatte sich durch das Seebeben in Asien vorübergehend um rundeinen Zentimeter gehoben. Der Kontinent sei zudem zwei Zentimeternach Norden verschoben worden, hatte Rudolf Widmer-Schnidrig vomGeowissenschaftlichen Observatoriums Schiltach bereits Mitte Januarberichtet. Nach wenigen Minuten sei Europa aber in seinen Ausgangszustandzurückgekehrt.
Freitag, 14. Mai 2021
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