12.05.2022 13:00 |

„Krone“-Serie

Baulandmodell lässt St. Andrä im Lungau wachsen

Die Gemeinde St. Andrä durfte sich in den vergangenen Jahren über Wachstum freuen. Das ist im Lungau sehr selten und einem Baulandsicherungsmodell zu verdanken.

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Heinrich Perner, Bürgermeister von St. Andrä, findet: „Geld ist nicht alles, ein gesundes Miteinander ist das Um und Auf!“

Die Gemeinde investiert deshalb in die vielen Details, die das Zusammenleben schöner machen. Besonders stolz ist Perner auf neue, beheizte Sanitäranlagen am Sportplatz, den prächtigen Blumenschmuck in der Gemeinde und die Beschaffung eines Kleinbusses für die Feuerwehr, der vor allem den Jung-Florianis zugute kommt. „Ich brauche keine großen Projekte“, sagt der Ortschef. Und doch ist ihm mit einem solchen ein großer Wurf gelungen.

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Wir schätzen die ruhige Lage und das große Angebot für Kinder und Familien. Wir sind zwar erst seit drei Jahren da, fühlen uns aber schon zuhause und angekommen.

Mediendesigner Robert Stecker wohnt gerne in St. Andrä.

Ein Baulandsicherungsmodell bescherte der Kleingemeinde in den vergangenen Jahren rund sieben Prozent Wachstum. Ein Wert, von dem andere Gemeinden im chronisch mit Abwanderung kämpfenden Lungau nur träumen dürfen. Die Planungen für ein weiteres Baulandmodell haben deshalb schon begonnen. Dank des Zuwachses sind auch die beiden Klassen der Volksschule, die es erst seit 2004 wieder gibt, gut gefüllt. Fast 40 Schüler werden in der 762-Seelen-Gemeinde unterrichtet. Für die höheren Schulstufen muss die Jugend nach Tamsweg pendeln – das ist neuerdings auch auf einem ausgeleuchteten Radweg möglich.

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Es ist ein sehr schöner Ort zum Leben und unser Bürgermeister hat immer ein offenes Ohr für uns. Die Nähe zu Tamsweg ist sehr gut – man hat hier alles, was man braucht.

Alois Lassacher lebt in St. Andrä in seinem alten Elternhaus.

Bürgermeister will es auch 2024 noch einmal wissen
„Ich dachte, es ist ein lockerer Job“, schmunzelt der ehemalige Tischler, als er auf seine Wahl im Jahr 2009 zurückblickt. Die Aufgaben in der Gemeindeverwaltung könnten zwar herausfordernd sein, doch sein Team arbeite „zusammen wie Zahnräder“. Zum Amt gehören aber auch Radausflüge mit den Viertklässlern oder das Bekochen des Kindergartens gemeinsam mit dem Amtsleiter – ein „Highlight“ für die Kinder und den Bürgermeister.

Fakten

  • St. Andrä hat 762 Einwohner und liegt auf 1055 Metern Seehöhe an der Mündung des Göriachbaches in die Taurach.
  • Aufgrund der Lage darf man sich in St. Andrä über besonders viele Sonnentage pro Jahr freuen.
  • St. Andrä wurde 1266 erstmals erwähnt - damals als „Abtsdorf“ - und gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum Stift Ossiach.
  • 1918 führte der große Ortsbrand zur Zerstörung des gesamten Ortszentrums.
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