01.02.2005 10:30 |

Gefährliche OPs

Rinderwahnsinn durch Schönheits-OPs möglich

Die britischen Gesundheitsbehörden halten es für möglich, dass die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) über Injektionen beim Schönheitschirurgen übertragen werden kann. Sir Liam Donaldson, der höchste Beamte im britischen Gesundheitswesen, wurde dazu am Samstag vom "Independent" mit den Worten zitiert, es müsse untersucht werden, ob ein Risiko für die Übertragung der menschlichen Form der Rinderseuche BSE auf diesem Wege bestehe.
"Es gibt keine Beweise für Ausbrücheder Krankheit in Bezug auf die Verwendung dieser Produkte, aberdas ist etwas, was wir untersuchen müssen", sagte Donaldson.Es gehe dabei um das so genannte "Füllmaterial", das vonmanchen Schönheitschirurgen unter die Haut gespritzt werde,um Falten zu glätten, Lippen dicker zu machen oder die Gesichtszügezu verändern. Dieses Material werde teils aus Tieren gewonnen.Auch menschliche Bestandteile seien schon nachgewiesen worden.
 
Ein oft zum Aufspritzen von Lippen verwendeter Stoffsei das Protein Collagen. Möglicherweise bestehe auch dieGefahr einer Übertragung von Hepatitis und anderer Krankheiten,die durch Viren im Blut entstünden. Nach Berichten britischerZeitungen haben sich unter anderem die Models Liz Hurley und KylieMinogue solchen Collagen-Behandlungen unterzogen.
 
Die britische Regierung will die Bestimmungen fürSchönheitschirurgen drastisch verschärfen und hältes für möglich, dass ein Sechstel aller Anbieter infolgedessenschließen muss. Vor allem mit dem Nervengift Botox zur Glättungder Haut werde viel Missbrauch getrieben.
 
"Wir kennen Geschichten von Botox-Partys bei Leutenzu Hause, wo sie sich dann nach ein paar Gläschen gegenseitigdas Zeug spritzen", sagte Donaldson, der wichtigste Berater derRegierung in Gesundheitsfragen. "Aber das sind keine Tupper-Partys.Das ist ein Stoff, mit dem man nicht spaßen sollte. Jeder,der das injiziert, sollte eine klinische und medizinische Ausbildunghaben.
Freitag, 14. Mai 2021
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