Ist Kummer gewohnt

Facebook will Ruf mit Ex-Sprecher Clintons aufpolieren

Web
15.06.2011 10:09
Wenige Tage nach der jüngsten Kritikwelle wegen der automatischen Gesichtserkennung auf Fotos hat Facebook einen früheren US-Regierungssprecher für seine Öffentlichkeitsarbeit verpflichtet. Joe Lockhart soll den Ruf des Unternehmens aufpolieren. Lockhart war während der Lewinsky-Affäre der Sprecher von Ex-Präsident Bill Clinton, er ist Kummer durch schlechte Presse demnach gewohnt.

Lockhart solle der Kommunikation von Facebook "mehr Tiefe" verleihen, sagte Elliott Schrage, Chef für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens, am Dienstag. Lockharts Erfahrung als Regierungssprecher prädestiniere ihn für die Steuerung der Öffentlichkeitsarbeit, die rund um die Uhr "effiziente Reaktionen" erfordere.

Die neue Gesichtserkennungssoftware, wegen der Facebook in den vergangenen Tagen in der Kritik stand, war in den USA bereits vor sechs Monaten, in vielen anderen Ländern aber erst in der vergangenen Woche eingeführt worden. Beim Hochladen neuer Fotos in das Netzwerk analysiert sie die Gesichter auf bereits markierten anderen Fotos und schlägt Namen vor, um das Markieren der neuen Bilder zu vereinfachen. Die Funktion wurde von dem Unternehmen ohne Rückfrage voreingestellt und muss von Nutzern manuell deaktiviert werden (siehe Infobox).

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